Die Anlegeorte an der Küste

Risøyhamn

 

Ankunft nordgehend 04.15 Uhr
Abfahrt nordgehend 04.30 Uhr
Ankunft südgehend 10.45 Uhr
Abfahrt südgehend 11.00 Uhr
Liegezeit 15 Minuten
Hurtigrutehafen seit ..... 01. Juli 1922. Vorerst nur 2mal in der Woche, später geht die Verbindung komplett über die Risøyrenna.

 

Koordinaten ... Grad  ... Minuten nördliche Breite
... Grad  ... Minuten östliche Länge.
Fylke Nordland/Vesterålen.

 

Anlegeort Die Hurtigrute liegt im Bereich des Ortszentrums. Die Geschäfte und öffentlichen Einrichtungen liegen ca. 100 bis 800 Meter vom Kai entfernt.

 

Verkehrsanbindung Mit dem Bus (Route Andenes nach Sortland) nach Sortland und weiter Evenes/Narvik.

 

Die Stadt im WWW http://www.visitvesteralen.com

 

Sehenswürdigkeiten Der Stein mit den Initialen des Königs -

Walzentrum Andenes -

Hisnakul Andenes - ein Naturzentrum zur Kulturgeschichte, zur Flora und Fauna, zum Nordlicht, zum Fischfang sowie zur Geschichte der Region.

Polarmuseum Andenes - ein lokales Tierfang- und Fischereimuseum. Besonderes Augenmerk gilt dem Jäger Hilmar Nøis, der auf Spitzbergen überwinterte.

Andenes fyr - ein Leuchtturm, der seit 1859 in Betrieb ist. Er ist 40 Meter hoch und hat 148 Treppenstufen.

Andøy Museum Risøyhamn - das Heimatmuseum der Insel Andøy.

Bleikstranda - ein 2,5 Kilometer langer Sandstrand.

Kirche Dverberg - eine Kirche mit 8-eckigem Grundriss.

Vogelfelsen Bleikøya -

 

Geschichtliches zur Risøyrenna Der Risøysund war eine alte und sehr wichtige Verbindung für den Schiffsverkehr. Doch mit der Zeit verlagerte sich der Hauptverkehr in den Tjeldsund zwischen Lødingen und Harstad. Vor allem die großen Schiffe nutzten diese Verbindung. Der Grund, Sand und Schlamm, vom Meer in den Sund gespült, verschlossen die äußere Inselverbindung. Die Inselgruppen der Lofoten und Vesterålen als Sackgasse. In wirtschaftlicher Hinsicht nicht sehr förderlich für die Entwicklung der Region. Das erkannte sehr schnell der Kaufmann Richard With, als er sich 1873 in Risøyhamn ansiedelte. Damals kaufte er sich ein Boot und fuhr die Inseln ab. Das erwirtschaftete Geld führte 8 Jahre später zur Gründung der Reederei VDS.

Am 15. Februar 1874 sendet Richard With einen schriftlichen Auftrag zum Parlamentsvertreter der Region, Stoltenberg, der in Lødingen wohnt. With fordert das Parlament zum bewilligen der erforderlichen Arbeiten auf. Richard With ist der Meinung, die alte Fahrrinne durch den Sund muss erhalten und vor allem offen gehalten werden. Das Parlament nimmt sich dem Antrag an und bewilligt 1875 200.000 Kronen. Die Arbeiten beginnen 1876. 1881 sind die Arbeiten fertig, die Rinne hat eine Länge von 1800 Meter, einer Bodenbreite von 31 Meter und einer Tiefe bei Niedrigwasser von 3,8 Meter.

Richard With plant weiter, den 1881 ist diese Tiefe bereits wieder zu flach. Auf eigene Kosten lässt er die Fahrrinne nach 1881 ausbaggern. Nun beträgt die Tiefe bei Ebbe an der flachsten Stelle 3 Meter, bei einer Länge von 4,5 Kilometern. Bei dieser Tiefe können kleinere Dampf- und Segelschiffe die Strecke passieren. Schiffe mit größeren Tiefgang müssen ankern und auf die Flut warten.

Von 1892 bis 1894 werden erneut Ausbesserungsarbeiten an der Rinne vorgenommen. Für den Handelsstand und den angrenzenden Kommunen ein unhaltbarer Zustand. Einige Reedereien nutzen das tiefere Fahrwasser. Die VDS und BDS für einige ihrer Küstenverbindungen, die Lokalreederei TFDS zur Verlängerung ihrer Route von Tromsø nach Sortland.

Zur Jahrhundertwende fassen Richard With und andere weitere entgültigere Pläne. Die Rinne muss erweitert werden. Die Schiffstonnage ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Der Tiefgang der Schiffe auch. Ein Rückfall in alte bedeutungslose Zeiten droht. Selbst Lokalschiffe müssen 6 bis 7 Stunden ankern und auf die Flut warten. Berechnung werden gemacht. Doch nichts passiert. Viele Gemeinden und andere Organisationen der Region äußern sich. Eine lautet folgendermaßen:

"I betragtning av den overordentlig store Betydning Spørgsmaalet om Risøysundets Opmudning har, ikke blot fo de omliggende Distrikter, men også for kommunikationernes Udvikling i hele den nordlige Landsdel, tillader Amtsthinget sig indtrængende at anbefale dette landsgavnlige foretagende til Styrelsens særlige Opmærksomhet"
(Amtstinget ga sin sterke støttei et vedtak i 1903)

Das Wegekomitee nimmt diesen Vorschlag auf und bringt die Sache ohne vorhergehende administrative Sachbehandlung den Weg ins Plenum. Das hatte einen klaren politischen Charakter und ist für die Region ein Teilerfolg. Die Reederei VDS nutzt weitere Mittel zur "Spannungserhaltung". Ein Lokalschiff bekommt den Namen "Risøysund". 1908 bis 1910 wird Richard With als Parlamentsvertreter der Region Vesterålen berufen. Diese Stellung nutze er für seine Ziele. Er lädt das Wegkomitee zu Vororterfahrungen ein.

Die alten Vorschläge, gemacht vor der Jahrhundertwende, werden neu berechnet. Berechnungsgrundlage ist eine schmalere Fahrrinne. Ergebnis der Berechnungen ist, das für vorbereitende Arbeiten sofort 5000 Kronen benötigt werden. Die Verantwortlichen machen aber darauf aufmerksam, das in den kommenden Jahren eine jährliche Summe von 100000 bis 150000 Kronen bewillig werden muss, damit die Arbeiten rationell durchgeführt werden können. Im Parlament folgt eine lange Debatte. 1910 wird der neue Ausbauplan bewilligt.

Der Bewilligungsplan mit einem Gesamtzuschlag von über 2.700.000 Kronen bekommt auch die Zustimmung des "Befalsforbund Kystruteskibenes" und von den 3 großen Reedereigesellschaften VDS, NFDS und BDS. Die Reedereien bekommen die Auflage, das Ihre Schiffe nicht mehr wesentlich größer gebaut werden. Einige Organisationen halten den Plan jedoch für nicht ausreichend. Die Organisation "Nordlands Fælles Kystlodsforening" ist mit der Breite der neuen Rinne nicht einverstanden. Diese sollte mindestens 90 Meter betragen. Eine vollständige Untersuchung wird im Sommer 1911 durchgeführt.

Am 05. April 1911 werden die ersten 50000 Kronen für die anstehenden Arbeiten zur Verfügung gestellt.

1921 werden die Arbeiten abgeschlossen. Die Rinne ist nun 6 Meter tief, 50 Meter breit und 5 Kilometer lang. Die Kosten 2,7 Millionen Kronen.

Im Sommer 1922 nutzt die Hurtigrute erstmalig diese Verbindung. Die Einweihung wird groß gefeiert. Anwesend sind der König, der Staatsrat Aavatsmark, der Parlamentspräsident Jahren, viele Parlamentarier aus dem Norden des Landes und andere Persönlichkeiten von der Küste. Auf der normalen Rundtour der Hurtigrute wird die D/S Finnmarken das erste Hurtigruteschiff sein, die mit den oben genannten Gästen die Passage einweiht.

1957 beginnt ein erneuter umfassender Ausbau der Fahrrinne. Die Kurven werden erweitert und die Fahrrinne wird tiefer. Die Risøyrenna ist nun 6 Meter tief, 50 Meter breit und 4850 Meter lang. 1966 ist diese Bauphase beendet.

1997 ist ein weiterer Ausbau notwendig. Der Kostenrahmen dafür liegt bei 95 Millionen Kronen. Ausgebaggert werden rund 700.00 Kubikmeter feste und lose Masse, das entspricht einer Fläche von 12 Fußballfeldern, auf denen 10 Meter hoch die ausgebaggerte Masse liegt.

2004 ist Fahrrinne 7 Meter tief, 100 Meter breit und 4,5 Kilometer lang.

 

Geschichtliches zur Region Am 02. September 1974 wird die Andøybrua eröffnet, der Verbindung zwischen der Insel Andøya und der Insel Hinnøya.

  

Der Ort und die Region im Bild

rin_1201_bauta_01.jpg (28207 Byte) Der Gedenkstein zu Ehren des Königs, der 1922 zur Eröffnung der Risøyrenna anwesend war.
rin_0404_sted_01.jpg (74747 Byte) Das alte Zentrum des Ortes.
rin_0404_sted_02.jpg (54766 Byte) Der Blick zum alten Zentrum des Ortes.
rin_0404_sted_03.jpg (62394 Byte) Der Ort im Spätwinter.
rin_1201_brua_01.jpg (26955 Byte) Der Blick vom Hafen in den Risøysund, in Richtung Sortland. Hier Ende Dezember 2001. Der Polartag erwacht langsam.
rin_0405_bru_01.jpg (86665 Byte) Der Blick vom Hafen in den Risøysund, in Richtung Sortland. Hier Anfang April 2004.
rin_1201_havn_01.jpg (36932 Byte) Der Hafen von Risøyhamn. Das südgehende Hurtigruteschiff legt an (Teil 1).
rin_1201_havn_02.jpg (33002 Byte) Der Hafen von Risøyhamn. Das südgehende Hurtigruteschiff legt an (Teil 2).
rin_1293_havn_01.jpg (18380 Byte) Ein Bild aus den alten Tagen der Hurtigrute. Die M/S Harald Jarl im Januar 1994 am Kai des Ortes.
Die Risøyrenna
rin_0405_sund_01.jpg (90044 Byte) Der Blick vom am Kai liegenden Hurtigruteschiff in die Risøyrenna und zur Insel Grytøy in der Bildmitte. Der Berg rechts im Bild gehört zur Insel Hinøy.
rin_1201_risoyrenna_02.jpg (29877 Byte) Eine der letzten Markierungen der Risøyrenna, vor dem Anlaufen des Hafens.
rin_1201_risoyrenna_03.jpg (21661 Byte) Die geteilte Inselwelt der Vesterålen und erste Anzeichen von Risøyhamn. Links im Bild ist die Insel Hinøy, rechts die Insel Andøy, auf der Risøyhamn und Andenes liegen.
rin_0405_andoya_01.jpg (109092 Byte) Die Markierung der Risøyrenna, mit Blick auf die Insel Andøy.
Der Toppsund und die Fahrwasserrinne nördlich von Risøyhamn
rin_0404_risoysund_01.jpg (51869 Byte) Die Ostseite der Insel Andøy in der Morgenstimmung Anfang April 2004. Das nordgehende Schiff liegt im Hafen.
rin_0404_toppsund_01.jpg (58282 Byte) Im Toppsund, mit Blick auf die Insel Hinøy in der Morgenstimmung Anfang April 2004.
rin_1201_risoyrenna_01.jpg (25016 Byte) Die südgehende Hurtigrute an der Fylkegrenze zwischen Troms und Nordland. Der Blick geht zur Insel Andøy.
Der Risøysund, die Fahrwasserrinne nach Sortland
rin_1201_risoysund_01.jpg (20119 Byte) Mittagsstimmung, etwa 40 Minuten nach dem Verlassen des Hafens von Risøyhamn.
Andenes und die Insel Andøy
rin_0404_andenes_03.jpg (84004 Byte) Die Häuser des Ortes haben teilweise eine besondere Bauweise.
rin_0404_andenes_02.jpg (79589 Byte) In den Straßen von Andenes.
rin_0404_andenes_04.jpg (50861 Byte) Der Leuchtturm Andenes Fyr.
rin_0404_andenes_06.jpg (71691 Byte) Abendstimmung an der Westküste der Insel Andøy. Hinter der Bergkette liegt der Ort Bleik.
rin_0404_andenes_05.jpg (85191 Byte) Tagesstimmung an der Westküste vor Andenes.
rin_0404_andenes_01.jpg (70611 Byte) Abendstimmung an der Westküste vor Andenes.