Die Welt der Expeditionsboote

Verschiedene Orte an der Küste hatten durch ihre örtlichen Begebenheiten keinen Anlegepunkt. Gründe hierfür waren beispielsweise ein zu kleiner Hafen bzw. das nicht vorhanden sein eines Kais. Zwei Orte sind mir derzeit bekannt, wo Expeditionsboote die Passagiere sowie die Fracht zum Schiff brachten, das auf dem Meer vor dem Ort wartete. Berlevåg und Gamvik, beide gelegen an der rauhen Küste der Barentsee.

Berlevåg

In den 30ziger Jahren des vergangen Jahrhunderts betrieben zwei Firmen den Transport. Für die BDS und NFDS war das Bernhard Huusbye. Für die VDS und alle weiteren Nordlandlinien war es Peter Giæver Petersen. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Boote von der Firma Evart Fjærtoft, als Spediteur für alle Gesellschaften, betrieben. Das Boot, das von 1946 bis 1975 im Einsatz war, hatte den Namen "Berlevåg". Es konnte bis zu 60 Tonnen Fracht laden, war 50 fot lang und hatte einen Brunvoldmotor, mit 54 PS. Bei schlechten Wetter wurden 4 Personen, mit Seil in einem Stoffkorb, per Kran auf das Schiff gehoben. Am 30. November 1974 hatte das Boot ausgedient. Die neue Kaianlage außerhalb des Ortes war fertig und die Hurtigrute konnte von nun an direkt anlegen. Das erste Schiff war die M/S Finnmarken, die am besagten Tag in Berlevåg ankam und den Kai einweihte.


Das Originalboot, das über Jahre in Berlevåg, die Verbindung zwischen dem Ort und den Hurtigruteschiffen, die vor der Küste warteten, aufrecht erhielt. Heute ist es ein Teil des kleinen Hafenmuseum in Berlevåg.


© av Havnmuseum in Berlevåg


© av Havnmuseum in Berlevåg

Gamvik

x


© av Museum in Gamvik