Die Geschichte der Hurtigrute von 1940 bis 1945

Die Kriegsjahre von 1940 bis 1945 sind keine gute Zeit für die Hurtigrute und deren Betreiber. Die meisten Schiffe bleiben im Eigentum der Norweger. Einige Schiffe werden bei Angriffen der Deutschen versenkt, allein 5 im Herbst 1940. In den weiteren Jahren sind es vor allem die Russen, Briten sowie die eigenen norwegischen Kriegsflugzeuge, die viele Schiffe zum Meeresgrund schicken. Im Glauben der Alliierten transportierten diese Schiffe Material für die Deutschen. Insgesamt neun weitere Schiffe gehen verloren. Bei den Angriffen verlieren viele Menschen ihr Leben. Drei Schiffe überstehen die Kriegsjahre.

Der Beginn der Kriegshandlungen in Norwegen

Am 02. September 1939 erklärt Deutschland die Unverletzlichkeit von Norwegen. Das geschieht unter der Bedingung, dass keine andere Macht das Land antastet.

Am 05. Februar 1940 besteht bereits ein Plan der Deutschen, mit 3 bis 4 Divisionen in Narvik anzulanden und die schwedischen Erzgruben zu besetzen. Als Vorwand für diese Attacke gegen einen neutralen Staat dient ein Angebot an Finnland, mit Truppen gegen Russland Unterstützung geben zu wollen. Finnland lehnt das Angebot ab und schließt einen Waffenstillstand mit Russland. Die Divisionen sollen lt. Plan von Narvik, über Nordschweden nach Russland marschieren. Auf Seiten der Alliierten soll Deutschland auf jeden Fall von den kriegswichtigen Erzlieferungen abgeschnitten werden. Die Deutschen wissen das.

Am 26. Februar 1940 erklärt Deutschland, es liegt kein Grund zur Besetzung vor, solange Norwegen neutral ist und seine Neutralität zu wahren versteht. Eine Festsetzung von Fremdmächten müsse jedoch zuvorgekommen werden.

Am Abend des 07. April 1940, gg. 20.30 Uhr, läuft eine deutsche Flotte mit Schlachtschiffen, Zerstörern und Kreuzern aus. Das Ziel der Hafen von Narvik. Deutschland möchte eine bessere strategische Position besitzen. Das Auslaufen wird sehr schnell öffentlich. Noch am gleichen Abend des 07. April 1940, gg. 22.28 Uhr, wird das Vorhaben erkannt. Die Alliierten kennen aber noch nicht das direkte Ziel der deutschen Kriegsflotte.

Am 09. April 1940 greifen die Deutschen Norwegen an.
04.10 Uhr funkt ein auslaufendes norwegisches Schiff auf der internationalen 600 m Welle, "8 Kriegsschiffe im Ofotfjord".
04.40 Uhr erreicht die deutsche Kriegsflotte die Meerenge zw. Ramnes und Hamnes.
04.55 Uhr verteilen sich die Zerstörer im Ofotfjord. 3 Schiffe laufen direkt den Hafen von Narvik an. Die Wilhelm Heidkamp, die Georg Thiele und die Bernd von Armin.
05.10 Uhr taucht vor der Wilhelm Heidkamp das norwegische Kriegsschiff Eidsvold auf. Ein Warnschuss fällt. Der Offizier der Heidkamp setzt ein Signal, "Ich sende ein Boot mit Offizier". Die anderen beiden Schiff der Deutschen werden zum Ausschiffen in den Hafen geschickt. Der Korvettenkapitän Gerlach fährt mit dem Boot zum norwegischen Schiff und wird vom Kommandant der Eidsvold empfangen. Gerlach verliest eine vorbereitete Aufforderung zur Übergabe der Stadt. Das Ziel, die Neutralität der nordischen Staaten unter Schutz der deutschen Waffen zustellen. Der norwegische Kommandant lehnt ab und schickt Gerlach von Bord. Er muss Befehle einholen. Kurze Zeit später werden die Verhandlungen abgebrochen. Die Eidsvold wird von 2 Torpedos getroffen, zerbricht in der Mitte und sinkt sofort. 8 Norweger überleben. Das deutsche Schiff Bernd von Armin liegt bereits am Kai der Stadt und wird vom Küstenpanzerboot Norge unter Beschuss genommen. 7 Torpedos verlassen das deutsche Schiff. Die Norge kentert und sinkt darauf. 97 Besatzungsmitglieder und der Kapitän können gerettet werden. 287 Norweger werden auf beiden Schiffen getötet. Narvik ist nun in deutscher Hand und wird vom Stadtkommandanten Oberst Sundlo an Generalmajor Dietl und einige Gebirgsjäger übergeben.

Was bedeutet der erste Kriegstag für die Hurtigrute? Viele Schiffe werden sofort von der Marineführung der Armee rekrutiert, andere verbleiben im regulären Dienst. Die D/S Finmarken (VDS) liegt in Måløy und bringt Truppen nach Nordeidfjord. Die D/S Sanct Svithun 1 (DSDS) ist in der Werkstatt und wird durch die D/S Kong Haakon abgelöst. Während der südgehenden Fahrt von Havøysund und Hammerfest, wird das Schiff vom Alta Batallion der norwegischen Armee rekrutiert und als Truppentransporter genutzt. Anschließend übernehmen das Schiff die Briten. Nach der Kapitulation der Norweger geht das Schiff zurück zur Reederei. Die D/S Polarlys (BDS) wird von der dt. Kriegsmarine übernommen und als Unterkunftsschiff genutzt. Im Dezember 1940 ist das Schiff wieder zurück. Die D/S Lofoten (VDS) liegt auf Dock in Bergen. Die D/S Vesterålen (VDS) ist nordgehend, auf dem Weg nach Trondheim. Die D/S Richard With (VDS) ist in Nordnorwegen. Die D/S Nordnorge (ODS) liegt auf Dock der Werft TMV. Die jährliche Überholung des Schiffes ist fast abgeschlossen, da erreicht der Krieg Trondheim. Das Schiff bekommt eine Auflage der Deutschen.

Am 10. April 1940 beginnt die deutsche Westoffensive. Die Alliierten machen die Besetzung von Restnorwegen nicht leicht. Das hat folgende Gründe. Die unangefochtene britische Seemacht im Nordmeer, das Versagen der deutschen U-Boot Torpedos in der Fjorden vor Narvik und Harstad, das Klima und vor allem der Wille des obersten alliierten Kriegsrates, die Deutschen aus Narvik wieder zu vertreiben. Auch für England ist Narvik und die Erzminen in Schweden das Hauptziel jeder Norwegenoperation.

Am 15. April 1940 liegt das Schiff D/S Ariadne (BDS) im Hafen vom Mosjøen. Dort wird es von der Regionalverwaltung von Tromsø für militärische Zwecke angefordert.

Am 01. Mai 1940 nimmt die D/S Dronning Maud (NFDS) eine Sanitätskompanie in Sørreisa auf. Das Ziel Foldvik/Gratangen. Am Vormittag des Tages wird die D/S Dronning Maud durch den Beschuss von drei deutschen Bombern in Brand gesetzt. 2 Bomben treffen das Schiff. Einmal (forluken) und einmal zwischen der Brücke und dem Schornstein. Das brennende Wrack treibt nach dem Angriff auf Grund, außerhalb des Kais von Foldvik. 42 Menschen kommen ums Leben. 33 Sanitäter und 9 von der Besatzung (der neunte stirbt im Krankenhaus von Harstad). 31 werden verwundet. Das Bethelschiff "Eliezer 4" und andere Boote bringen die erste Hilfe. Das Schiff sollte Sanitäter ins Gratangfjell bringen. Foldvik ist nur Sammelpunkt. Am Kai in Foldvik und an Bord des Schiffes sind keine norwegischen Militärangehörigen. Der britische Jäger Cossack bringt am Abend die verstümmelten Leichen nach Harstad. Die Verwundeten mit Verbrennungen und anderen Verletzungen werden mit dem Bethelschiff transportiert.
Ein Überlebender berichtet:
Wir sind im Salon. Unter uns ein Apotheker, der am Klavier sitzt und spielt. Die anderen sitzen um ihn herum und stellen die Ausrüstung zusammen. Wir sollen bald an Land gehen, zur Front bei Narvik. Das Schiff war seit Kriegsbeginn als Sanitätsschiff gekennzeichnet. Plötzlich eine Maschinengewehrsalve von der Seite. Die Scheiben zerbrechen und töten den Mann am Klavier durch die umherfliegenden Splitter. Das Schiff beschleunigt. Wenig später werden wir von einigen Bomben getroffen. Brände brechen an Bord aus. Ich renne aus dem Salon und springe ins Wasser. Ein hoher Fall, doch es geht. Andere kommen nach. Wir versuchen zum Kai in Gratangen zu schwimmen. Das unglaubliche, die Flugzeuge kreisen über uns, als wir um unser Leben kämpfen. Die Leute an Land gehen zu ihren Booten, ohne einen Gedanken an die Flugzeuge über ihnen zu denken und versuchen, uns zu retten. Vom Norden kommt ein englischer Zerstörer (Cossack). Die verbleibende Mannschaft und einige Sanitäter versuchen, die Brände an Bord zu löschen. Alle stellen jedoch fest, dass der Brandherd zu groß ist.


© av boka "Det nordenfjeldske DS 1857 - 1957", R. Danielsen og O. Vedeld

Am 09. April 1940 liegt die D/S Nordnorge (ODS) auf der Werft Trondheim Mekaniske Verksted auf Dock. Die jährliche Überholung des Schiffes ist fast abgeschlossen, da erreicht der Krieg Trondheim. Das Schiff bekommt eine Auflage der Deutschen. Im Laufe der folgenden Tage und Wochen bekommt die ODS keine Verbindung zum Schiff. Es wird notwendig, die D/S Barøy in der Hurtigrute einzusetzen. Am 07. Mai wird das Schiff entgültig von den Deutschen rekrutiert. Die Besatzung wird an Land gesetzt. Die Deutschen wollen den Kapitän Alfred Nyborg. Er soll das Schiff unter deutscher Flagge führen. Er weigert sich und schafft es, die Unterlagen des Schiffes an Land zu schmuggeln. Einen Tage später muss die Mannschaft zusehen, wie die D/S Nordnorge den Trondheimfjord verlässt. Unter deutscher Flagge verschwindet ihr Schiff. Noch am gleichen Tag erfahren die norwegischen Militärbehörden davon. Es besteht die Befürchtung, dass deutsche Truppen den eigenen Streitkräften in den Rücken fallen könnten. Die Meldung wird an die Alliierten weitergeleitet. Am gleichen Tag observiert ein britisches U-Boot im Trondheimfjord die Lage. Das Schiff ist weg, an Bord deutsches Seemilitär und Bergetruppen. Das Wetter am Tag ist gut. Die Deutschen haben das Schiff mit einer kleinen Kanone und Maschinengewehren bestückt. 2 Heinkel Flugzeuge überwachen die Region aus der Luft. Die Truppen an Bord sollen den Weg zwischen Mosjøen und Mo i Rana für die eigenen Streitkräfte öffnen. Am 10. Mai 1940 beobachtet die Bevölkerung von Rørvik die Fahrt. Der Dampfschiffexpediteur der Stadt sendet eine Meldung nach Norden, zu Ole Siem. 18.30 Uhr erreicht das Schiff Hemnesberg und hisst dort die deutsche Flagge. Es kommt zum Kampf mit britischen Seestreitkräften, die hier stationiert sind. Auf der Seite der Deutschen kommt es zu Verlusten, das Material kann zum großen Teil an Land gebracht werden. Eine Stunde später kommen die britischen Jäger HMS Carlisle und HMS Zulu. Die Deutschen öffnen die Bodenventile und versenken das Schiff mit Handgranaten selbst. Eine andere Quelle schreibt davon, das Schiff wurde von einem Torpedo versenkt. Die D/S Barøy (ODS) ist zu diesem Zeitpunkt auf südgehenden Kurs. Aufgeschreckt vom Schicksal der D/S Nordnorge löscht das Schiff die komplette Ladung bereits in Brønnøysund und nimmt anschließend einen nördlichen Kurs. Bis zum Juni 1940 wird die D/S Barøy zu Fahrten in der Fylke Troms und Finnmark eingesetzt.

Die erste Aufgabe der VDS ist die Aufrechterhaltung der Hurtigrute in Nordnorwegen. Der Startpunkt der Linie ändert sich mit der Frontlinie. Der amtierende Direktor der VDS, Ole Siem, disponiert alle Schiffe der Hurtigrute vom Kontor der VDS in Tromsø.

Am 17. Mai 1940 verlässt die D/S Sirius (BDS) Røsneshavn, auf dem Weg von Tromsø nach Risøyhamn und transportiert Autos für die eigenen Truppen in Helgeland. Am Abend wird es von einem deutschen Kampfbomber angegriffen. Es folgen mehrere Angriffswellen, später werden 7 Bomben abgeworfen. Die ersten 5 treffen nicht. Die letzten beiden schlagen ein, eine vorn und eine mittschiffs. Die 6. trifft, macht jedoch keinen großen Schaden. Die 7. trifft das Vorderschiff und zerreist es. Das Schiff bricht in zwei Teile und sinkt. Die Besatzung kann die Rettungsboote klar machen. Doch auch die sind beschädigt. Die Überlebenden schwimmen an Land. Der Kapitän, der Steuermann und 5 weitere Besatzungsmitglieder gehen mit dem Schiff unter. 11 werden von den Leuten an Land aus dem Wrack gerettet. Das Schiff sollte eigentlich entlang der Außenseite der Insel Senja fahren. Aus missverständlichen Gründen wurde der innere Weg gewählt.

Am 27. Mai 1940 fallen die ersten Bomben in Bodø. Der Verkehr südlich des Vestfjordes wird eingestellt.

Am 07. Juni 1940 liegt die D/S Ariadne (BDS) in Birtavarre. Dort erhält es vom amtierenden Seefahrtsdirektor des freien Norwegen die Nachricht, sofort nach Tromsø zu kommen. Am Nachmittag trifft das Schiff in Tromsø ein. Von O. Siem bekommt der Kapitän den Auftrag, sich einem Konvoi anzuschließen, der bereits auf dem Weg nach Lerwick ist. Um Mitternacht ist die D/S Ariadne ablege bereit. Es bekommt kurzfristig den Bescheid, auf weitere Passagiere zuwarten. Um 05.00 Uhr am nächsten Morgen kann es auslaufen. Am nächsten Abend, den 08. Juni 1940 steuern zwei Schiffe westlich von Tromsø. Das NFDS Schiff D/S Prins Olav und das BDS Schiff D/S Ariadne. Auch die D/S Prins Olav wurde zuvor als Truppentransporter von der norwegischen Armee rekrutiert. An Bord der D/S Ariadne sind 54 Personen. Das Wetter und die Sicht auf See sind sehr gut. Gegen 22.30 Uhr werden beide Schiffe von sechs deutschen Flugzeugen angegriffen. Die ersten Maschinengewehrsalven fegen über das oberste Deck der D/S Prins Olav. Auf der Brücke stehen der Kapitän Reidar Mauseth, der Rudermann und beide Steuermänner. Durch die Salve werden die Steuermänner und der Rudermann verletzt (?). Auf der D/S Ariadne schlagen 3 Bomben ein. Der Kapitän Thorolf Tønseth lässt die Rettungsboote zu Wasser. 2 waren noch nicht durch Maschinengewehrsalven beschädigt. Auch auf dem NFDS Schiff werden die Rettungsboote fertig gemacht. Es fallen die ersten Bomben auf der D/S Prins Olav. Eine weitere Serie von Maschinengewehrsalven folgt. Im Anschluß treffen Brandbomben das Schiff. Beide Schiffe sinken, zuerst die D/S Prins Olav, dann die D/S Ariadne. Auf der D/S Prins Olav kommt der Decksjunge Johann Strømmen ums Leben. 8 Menschen verlieren ihr Leben auf der D/S Ariadne. Die Matrosen Harald Johannessen, Johan Rasmussen, Torleif Tollefsen und Hans Bakkebø. Der 1. Koch Aksel Holte, das Dienstmädchen Henrikke Eidesen sowie Leif Andreassen und ein Mann mit dem Vornamen Hagen. Der Rest der Besatzung und Passagiere beider Schiffe werden am frühen Morgen des 09. Juni von dem britischen Jäger "Arrow" aufgenommen. Ein weiteres Hurtigruteschiff befindet sich in der Nähe des Konvois. Die D/S Finmarken (VDS) liegt rund 150 Meilen vom Festland entfernt. Das Schiff wird ebenfalls von deutschen Flugzeugen angegriffen. Die Salven treffen nicht. Die Deutschen drängen das Schiff zur Rückfahrt nach Norwegen.

Die Zeit der deutschen Invasion bringt die Verbindungen der Hurtigrute fast zum Erliegen. Erst ab Juli 1940 gibt es wieder regelmäßige Fahrten. Vorerst sind es 3 wöchentliche Verbindungen. Zwei von Trondheim nach Kirkenes, diese werden von der NFDS und VDS unterhalten und eine von Bergen nach Kirkenes, unterhalten von der BDS. Die NFDS bringt die D/S Erling Jarl (NFDS) wieder in die Hurtigrute. Der Verlust der D/S Dronning Maud zwingt die Reederei dazu.

Am 05. Juli 1940 wird die D/S Richard With außerhalb von Mohavn, Dyrøy von deutschen Bombern angegriffen. Das Schiff wird nicht getroffen, verlässt aber den Kurs, um in Landnähe Schutz vor der Versenkung zu suchen. Die normale Fahrt wird später weitergeführt.

Im September 1940 werden die Verbindungen weiter ausgebaut. Zwei von Bergen nach Kirkenes, zwei von Trondheim nach Kirkenes und eine von Trondheim nach Narvik. Die BDS setzt für ihre Fahrten die D/S Nordstjernen, die D/S Irma und die D/S Midnatsol ein.

Am Mittwoch, den 23. Oktober 1940 verlässt die D/S Prinsesse Ragnhild 10.30 Uhr den Hafen von Bodø, mit Ziel Stamsund. An Bord sind 50 Mann Besatzung, 75 norwegische Passagiere und eine unbekannte Anzahl von dt. Soldaten, man schätzt rund 350. Auf der Höhe der Insel Landegode  zerfetzte eine Explosion den Rumpf des Schiffes, das binnen Minuten im Vestfjord versink. Von den angenommenen 450 Passagieren werden 142 vom Frachtschiff "Batnfjord" gerettet, später kommen noch zwei weitere Schiffe zur Rettung. Die "Gangerolf" rettet 14 Menschen und das dritte noch einen. Die Ursache des Untergangs konnte nie richtig geklärt werden. Eine Unterwassermine gilt als Auslöser der Katastrophe, denn die Briten hatten Anfang April 1940 ein Minenfeld gelegt. Ein Denkmal am Kai von Bodø erinnert an den Vorfall. Das Schiff liegt heute noch an der gleichen Stelle auf 299 Meter Tiefe außerhalb von Mjeldevika, mit den Koordinaten N 67° 25` 9" und Ø 14° 33` 60". Bilder von der Stelle, ein Denkmal und die Schiffsglocke findet man am Hurtigrutekai in Bodø.

Im November 1940 kommt die D/S Ryfylke, gebaut 1917, in die Hurtigrute. Es ist eine Leihgabe der DSDS an die NFDS. Gleich auf der ersten Tour läuft das Schiff bei Ørland auf Grund. Anschließend wird es repariert.

Im Januar 1941 erreicht die Hurtigrute den alten Stand von vor dem Krieg, mit 7 Verbindungen pro Woche.

Am 28. Januar 1941 läuft die D/S Erling Jarl (NFDS) bei Brønnøysund auf Grund. Ein Passagier kommt dabei ums Leben. Das Wrack wird von Erling Sannes in Bodø gekauft, kurz darauf gehoben und repariert.

Am 05. Februar 1941 wird die D/S Ryfylke (NFDS), während ihrer zweiten Rundfahrt in der Hurtigrute, von einem britischen U-Boot angehalten. Die Passagiere und die Besatzung müssen in die Rettungsboote umsteigen. Im Anschluss wird das Schiff bei Stadhavet, Molde versenkt.

Vom Februar 1941 bis zum 04. März 1941 wird die D/S Mira wieder in der Route eingesetzt. Auf der zweiten Rundtour wird das Schiff bei Brettesnes/Svolvær/Lofoten vom britischen Jäger HMS Bedouin entdeckt. Ein Warnschuss fällt. Ein deutscher Offizier zwingt den Kapitän, einen Versuch zu wagen, dem Jäger zu entkommen. Der Jäger eröffnet das Feuer. Die Schüsse treffen den Bereich des Schornsteines und das Schiff verliert an Fahrt. Die Besatzung und die Passagiere verlassen das Schiff, während die D/S Mira sinkt. Die Deutschen werden von den Briten gefangen genommen. 3 Passagiere und ein Besatzungsmitglied (Ivar Jacobsen) sterben bei dem Angriff. 3 werden verwundet, die später auch sterben.

Im April 1941 kommt die D/S Hadsel in die Hurtigrute. Das Schiff wurde 1940 gebaut und ist ein Leihgabe der VDS an die NFDS.

Im April 1941 wird eine der 7 Verbindungen, die von der NFDS unterhalten wird, eingestellt. Ein Schiff der Reederei wird von den Deutschen rekrutiert.

Im Mai 1941 fällt eine weitere Verbindung. Die VDS zieht eines ihrer Schiffe der Verbindung von Trondheim über Hammerfest nach Vadsø zurück. Der Verkehr in den Gewässern ist der Reederei zu gefährlich.

Im Juni 1941 erfolgt eine totale Veränderung der politischen Situation in Europa. Deutschland greift Russland an. Alle Reederein sind sich einig, dass Nordnorwegen zu einer neuen Gefahrenzone wird. In den Gewässern vor der Küste Nordnorwegens kreuzen nun viele russische und alliierte U-Boote. Für die nordnorwegischen Regionen Troms und Finnmark ist die Versorgung mit den Hurtigruteschiffen lebensnotwendig. Eine Hungerkatastrophe droht.

Am 12. September 1941 ist die D/S Lofoten (VDS) südgehend, auf der Fahrt zwischen Vardø und Båtsfjord. In Höhe des Syltefjords wird das Schiff von dem russischen U-Boot SH-422 (Utkin) entdeckt und beschossen. Zum Glück ist die D/S Lofoten schneller als das U-Boot und entkommt. Bei Berlevåg bekommt das Schiff eine Nachricht von der Versenkung des NFDS Schiffes D/S Ottar Jarl. Die Versenkungsstelle liegt bei Omgang (Gamvik). Die Überlebenden werden mit der D/S Lofoten nach Mehamn gebracht. In Mehamn liegen zwei weitere Schiffe, die D/S Vesteraalen und die D/S Vaagan. Die D/S Vesteraalen ist bereits südgehend, aber wieder zurück nach Mehamn gefahren. Beide Schiffen bekommen die Nachricht, dass einige Tage zuvor ein deutsches Marineboot vor dem Nordkinn explodiert ist. Der Tatsache entsprechend wagt es kein Schiff den sicheren Hafen von Mehamn zu verlassen. Die D/S Lofoten setzt am 23. September die "normale" Fahrt fort.

Am 13. September 1941 ist die D/S Barøy (ODS) nordgehend zwischen Skutvik und Tranøy, Hamarøy, Raftsund unterwegs. 24 Besatzungsmitglieder und rund 110 Passagiere, davon ein Teil deutscher Soldaten, sind an Bord. 02.20 Uhr verlässt das Schiff den Hafen Skutvik und fährt weiter auf dem Vestfjord. Bei Økssund trifft die Hurtigrute einen Konvoi, der aus 3 Schiffen besteht. Auf der Brücke steht der Küstenlotse Trygve Skarstad. Es ist eine ruhige Nacht, einzig das monotone Geräusch der Dampfmaschine ist zu hören. Das Schiff ist noch einige Meilen von Tranøy entfernt. Gegen 03.50 Uhr nachts wird es von einem Flugtorpedo eines britischen Farcy Albacores Flugzeuges getroffen, zwei Kilometer westlich des Leuchtturmes Tranøy Fyr. Das Schiff läuft binnen Minuten voll Wasser und sinkt. 18 Überlebende werden aus den Wrackresten geborgen und von der D/S Skjerstad gerettet. Von der Besatzung sind 16 Menschen und von den Passagieren sind 109 tot. Das Schiff liegt heute in 300 Meter tiefer See. Der Verlust der beiden Schiffe D/S Barøy und D/S Nordnorge ist für die kleine Reederei ODS ein herber Rückschlag. Die Suche nach Schiffen beginnt. Zuerst verhandelt die Reederei mit der VDS. Die D/S Vesterålen, das erste Schiff der Hurtigrute, steht im Interesse der ODS. Doch die VDS brauchte es selbst. Die Suche wird bis nach Schweden ausgeweitet. Auch hier ist kein Schiff im Angebot. Somit bleibt nur eine letzte Möglichkeit. Seit längerem liegt ein Angebot von Erling Sannes aus Bodø auf dem Schreibtisch der ODS. Erling Sannes hatte nach dem Schiffbruch der D/S Erling Jarl das Wrack von der NFDS gekauft. Anschließend wurde es gehoben und repariert. Noch während der Arbeiten am Schiff bekommt die ODS das Angebot. In dem Vertrag, den die ODS eingeht wird eine Leihzeit von 5 Jahren vereinbart, geltend ab den Tag, wo das Schiff einsatzbereit ist.

Es ist der 13. September 1941, ein Samstag morgen. Die D/S Richard With ist auf südgehender Fahrt, zwischen Honningsvåg und Hammerfest. 135 Menschen, inklusive der Besatzung, sind an Bord. Alle Kabinen sind voll, auch 7 Deutsche fahren mit. Das britische U-Boot "HMS Tigris" (russische U-Boot SH-402?) lag die ganze Nacht bei Skipsholmen auf Revsbotn, um die Batterien aufzuladen. Am Morgen gleitet es in den Rolfsøysund und beobachtet die Hurtigrute im Breisund, auf der Höhe der Nordspitze der Insel Havøy, am Havøygavlen. Der Kommandant des U-Bootes gibt den Befehl sich der D/S Richard With zu nähern. Gegen elf Uhr, der Abstand beträgt ungefähr eine nautische Meile, feuert er auf das Hurtigruteschiff zwei "Mark 4" Tordepos ab. Der erste verfehlt sein Ziel. Der zweite trifft das Schiff in der Mitte. Die D/S Richard With bricht in zwei Teile und sink binnen einer Minute. Das Schiff wurde torpediert, obwohl es zwischen der norwegischen Regierung in London und den britischen Behörden einen Vertrag gibt, das norwegische Passagierschiffe nicht angegriffen werden sollen. Als die Tragödie bei der Regierung bekannt wird, herrscht Ratlosigkeit und Wut. Im Amt ist damals Staatsminister Nygaard dafür zuständig. Es gibt zu dem Zeitpunkt keine genauen Aufschlüsse, wer das Schiff versenkt hatte. Selbst bis weit nach dem Krieg zeigen immer noch einige Dokumente falsche Tatsachen auf. Zuerst ist die Rede von einem deutschen Angriff, später wurde daraus ein russisches U-Boot, dann wieder ein Deutsches. Keine Rede von den Briten, obwohl englische Quellen immer zugänglich waren. Das Fischerboot "Skolpen" liegt in der Nähe des gesunkenen Schiffes. Das kleine Boot, keine 43 ft lang, rettet 31 Menschen (28 Norweger und 3 Deutsche) und nimmt mit 39 Leuten an Bord den Weg nach Hammerfest. Insgesamt kommen 99 Menschen ums Leben.

Direktor O. Siem, kehrt nach der Aufgabe der Regierung von Nordnorwegen zu seiner alten Stellung als geschäftsführender Direktor der VDS nach Stokmarknes zurück. Er erfährt vom Schicksal der D/S Richard With. Ihm wird sofort klar, dass es sehr unvorsichtig ist, die Hurtigrute entlang der Finnmarkküste aufrecht zu erhalten, vor allem mit den großen kostbaren Schiffen der Linie. Um die Versorgung der Bevölkerung aufrecht zu erhalten, setzen die Reederein zunächst auf die alten Reserveschiffe der Flotte. Die M/S Hadsel (D/S Lofoten ?) ist das letzte Schiff der Hurtigrute auf der normalen Route nach Kirkenes im Herbst 1941. Tromsø ist nun der nördliche Wendepunkt. Die Abfahrten der Hurtigrute auf der Hauptstrecke werden reduziert auf 4 pro Woche. 2 gehen von Bergen nach Tromsø und 2 von Trondheim nach Tromsø. Die Route der Hadsel Dampskibsselskap (HDS) von Trondheim nach Harstad und die Route der Nordlandske Dampskibsselskap (NDS) von Bodø nach Tromsø werden in die Hurtigrute eingefügt. Die NDS fährt mit der D/S Skjerstad und die HDS mit der D/S Dronningen.

Eine weitere Verschärfung der Situation bringt eine Übereinkunft der Alliierten mit den Russen, über eine westliche Hilfe. Churchill ordnet die ersten Konvois an. Diese laufen in den ersten Oktobertagen an. Ziel ist die russische Stadt Archangelsk. Die Route verläuft über die Barentsee, vor der Küste der Fylke Finnmark. Anfangs wird viel Kriegsmaterial den Russen zur Verfügung gestellt. Die erste Lieferung umfasst 20 schwere Panzer und 193 Jagdflieger. Die Woche darauf folgen weitere Panzer, Flugzeuge und andere Waffen. Die Deutschen wollen das auf jeden Fall verhindern. Das Fahrwasser vor der Finnmarkküste wird ein bedeutender Kriegsschauplatz. Die Reedereien reagieren. Nun werden auch die großen Ersatzschiffe der Reederein aus dem Gebiet abgezogen. Alle Verantwortlichen wollen die Verbindung entlang der Finnmarkküste dennoch beibehalten. Ein neuer Versuch ist der Einsatz von kleinen Fischerkuttern.

Der Ersatzverkehr wird von der VDS geleitet. Ein Problem besteht. Das Hauptkontor der Reederei befindet sich in Stokmarknes. Die Basis des Eratzverkehres in Tromsø. Beide Aufgaben kann Ole Siem nicht leiten. Der Exspediteur des VDS in Tromsø, Conr. Rye-Holmboe übernimmt die Aufgabe zunächst. Von der letzten Woche im September bis Ende Oktober werden zunächst 6 kleine Kutter gesichert, mit der ständigen Suche nach weiteren Booten. Ein umkämpfter Markt. Die Deutschen suchen ebenfalls danach. Die Verantwortlichen des Ersatzverkehrs und die angeschlossenen Reedereien müssen die Übriggebliebenen nehmen bzw. lassen neue bauen. Der Betrieb des Ersatzverkehres wird innerhalb der Hurtigrute eine eigene Sektion. Der Steuermann der VDS, Einar B. Larsen,  kommt nach Ersuchen von Conr. Rye-Holmboe nach Tromsø. Mit ihm der Steuermann Olav Benjaminsen, ebenfalls bei der VDS angestellt. An der Seite von Conr. Rye-Holmboe ist Eilif Bakkevold in der Sektion tätig. Alle 4 Mitarbeiter der Sektion sorgen für Schiffe, Material und die Fahrten selbst. Ohne die Zustimmung der Deutschen geht das allerdings nicht. 3 Stellen der deutschen Ämter in Tromsø haben Zugriff auf die Ersatzroute der Hurtigrute, sie müssen ihr Einverständnis dafür geben. Das ist der Gebietskommissar (mit dem Kontor Mysebygget, gelegen bei der Brauerei Macks), der Wirtschaftsoffizier und der Hafenkapitän. Beide haben ihr Kontor am Dampfschiffkai. Der Kutter "Skandfer" mit 36 Bruttoregistertonnen startet am 23. September 1941 den Ersatzverkehr ab Tromsø. Später folgen weitere kleine und größere Kutter, alle motorbetrieben. Die meisten der Kutter werden befrachtet. Direktor Siem und die anderen beiden Reedereien BDS und NFDS schaffen einen Vertrag mit festgelegten Verhaltensregeln. Einar B. Larsen bringt später ein kleines Buch "Rutefart og krig i Nordnorge" heraus. Er beschreibt detailliert dieses wichtige Kapitel der Hurtigrute während des Krieges. Bereits im 4. Quartal 1941 können pro Kutter 500 Tonnen Last mit dem Ersatzverkehr der Hurtigrute transportiert werden. Später sind das bis zu 650 Tonnen.

Der Markt des Ersatzverkehres ist nicht nur auf die Hurtigrute bezogen, auch lokale Reederein nutzen diese Möglichkeit. Die TFDS hat 7 Kutter und die FFR hat 28 Kutter im Einsatz. Die meisten davon haben 40 bis 80 Bruttoregistertonnen. Bis zum Mai 1943 läuft der Ersatzverkehr der Hurtigrute sehr unregelmäßig.

Am 17. Oktober 1941 wird die D/S Vesterålen (VDS) von einem Torpedo bei Nuvsvåg, Sørøya (70`50" N und 23`57" E) getroffen und sinkt darauf. Das Torpedo stammt vom britischen U-Boot HMS Tigis (russischen U-Boot SH-402). 26 Besatzungsmitglieder, davon 7 Frauen, sterben. Bei den Passagieren fallen 71 Menschen zum Opfer.

Hier eine Übersicht der Fischerboote, die bis 1944 im Wechsel als Hurtigruteersatz unterwegs waren (Quelle av boka fra Dag Bakka Jr. "Hurtigruten - Sjøveien mot nord", videre bøker om Hurtigruten og Skipfart og Riksarkivet i Oslo).

Boot Einsatz von Einsatz bis und Informationen zum Kutter
Skandfer 23.09.1941 30.10.1944
Polarfjell 01.10.1941 30.10.1944
Mil 33 01.10.1941 30.10.1944
Maiblomsten 12.10.1941 30.10.1944
Blåsel 17.10.1941 30.10.1944
Welcome 29.10.1941 08.06.1944
Vaaland 03.11.1941 19.01.1942 bei Berlevåg versenkt
Queen 08.11.1941 24.06.1942
Yngvard 23.12.1941 25.02.1942
Morild 1 29.12.1941 26.09.1943
Grinnøy 24.01.1942 30.10.1944
Ethel May 31.03.1942 30.10.1944
Trygg 1 09.04.1942 22.04.1942
Åse 05.05.1942 30.10.1944
Heimdal 2 19.08.1942 21.02.1944
Moder 2 11.11.1942 07.05.1944 versenkt
Angle 1 19.05.1943 21.07.1943
Helt 19.05.1943 05.07.1943
Jana 19.09.1943 30.10.1944
Nordlys 3 02.10.1943 15.01.1944
Bilbao 13.11.1943 24.06.1944
Møllergutten 19.11.1943 15.01.1944
Havnnes 27.11.1943 30.10.1944
Ringøy 13.03.1944 30.10.1944
Hansnes 23.03.1944 12.10.1944
Uløy 30.06.1944 07.07.1944  bei Honningsvåg versenkt

Bei den Reederein laufen nun Überlegungen, Frachtschiffe als weitere Transportmöglichkeit einzusetzen. Für die VDS und NFDS ist das ein riskantes Unternehmen. Die VDS setzt das Schiff "Vaagan" dafür ein. Diese Fahrten der Reederei werden aber nur bis zum 16. November 1942 aufrecht erhalten. Die NFDS beteiligt sich daran nicht. Ganz anders ist der Standpunkt der BDS. Für diese Verbindung setzt die Reederei die Schiffe D/S Canis (gebaut 1888 bei Russel & Co in Glasgow, 934 Bruttoregistertonnen, seit 1922 bei der BDS), D/S Kora (gebaut 1906 bei Clyde Shipbuilding & Eng. Co in Glasgow, 817 Bruttoregistertonnen, seit 1914 bei der BDS) und D/S Edna (gebaut 1905 bei Sunderland Shipbuilding Co, 914 Bruttoregistertonnen, seit 1922 bei der BDS) ein.
Die D/S Kora ist das erste Schiff. Am 24. Oktober startet die erste Fahrt. Am 24. November folgt die D/S Edna. Am 18. Dezember erneut die D/S Kora und am 29. Dezember steigt die D/S Canis ein. Alle Fahrten gehen bis Kirkenes. 1942 verkehrt die D/S Kora 3x, die D/S Edna und D/S Canis 2x nach Kirkenes. 1943 ist die D/S Kora 3x, die D/S Edna 3x und die D/S Canis 1x unterwegs. 1944 verkehren alle 3 Schiffe nur einmal bis Kirkenes. Die Küstenbevölkerung der östlichen Finnmark stellt sich die Frage, warum diese Verbindungen nicht weiter ausgebaut werden. Die Fahrten sind sehr gefragt und bestimmen das Leben in den Anlegeorten. Eine Quelle berichtet von Schulkindern, die in Vadsø frei bekamen, wenn ein Transport angekündet wurde. Sie konnten zum Kai hinunter gehen und das Schiff empfangen. Der Hintergrund der sporadischen Verbindung wird von den Verordnungen der Deutschen bestimmt. Frachtschiffe dürfen nur im Konvoi fahren, die leider nur selten bis in die Finnmark führen. Unterwegs sind lange Pausen nötig, ein ständiges Warten auf die begleitende Eskorte. Die militärische Begleitung ist auch dringend notwendig. Sehr oft werden die Konvois angegriffen. Ein Konvoi mit dem Schiff D/S Kora wird am 13. Oktober 1943 zwischen Båtsfjord und Kirkenes mehrfach angegriffen. Die Detonation der Tiefwasserbomben führen dabei zum Schaden an der D/S Kora. Ein deutsches Wachschiff nimmt die D/S Kora in Schleppfahrt nach Kirkenes. Die D/S Canis ist das letzte Schiff der BDS, das Kirkenes 1944 erreicht.

Im Februar 1942 wird die D/S Lofoten (VDS), für kurze Zeit von den Deutschen beschlagnahmt.

Im Mai 1942 ist es soweit. Die D/S Bodø (alte D/S Erling Jarl) kommt wieder in die Hurtigrute.


© av boka "Ofotens DS 1912 - 1987", Harald Harnang

Im Juli 1942 kommt die D/S Sigurd Jarl (NFDS) in die Hurtigrute. Der Einsatz währt nicht sehr lang. Im November 1942 wird das Schiff von den Deutschen beschlagnahmt und als Theater- und Wohlfahrtschiff für die dt. Armee eingesetzt. Dieser Bau war durch die NFDS nicht geplant. Die Reederei hatte bei der Fredrikstad Mekaniske Verksted (FMV) eigentlich ein Frachtschiff bestellt. Die hohen Schiffsverluste des ersten Kriegsjahres machten es notwendig, den Auftrag zum Bau eines Hurtigruteschiffes umzustellen.


© av boka "Det nordenfjeldske DS 1857 - 1957", R. Danielsen og O. Vedeld

Am 01. Oktober 1942 wird die D/S Lofoten (VDS) im Saltenfjord, südlich von Bodø, torpediert. Der Torpedo explodiert aber nicht.

Am 30. Oktober 1942 kommt die D/S Ragnvald Jarl (NFDS), gebaut von 1929 bis 1930 von Burmeister & Wain in Kobenhavn, in die Hurtigrute. Das Schiff wurde von der NFDS im September 1940 von der Reederei Bornholm Dampskibsselskab gekauft und umbenannt zu D/S Ragnvald Jarl.

1942 kauft die ODS das finnische Schiff D/S Mariehamn. Das Schiff erhält den neuen Namen D/S Nordnorge (ODS). Es ist ein altes Schiff, das 1883 für Linköping Nya Rederi AB von Motala Verksted, mit dem Namen D/S Wisingsö gebaut wurde. 1934 wurde es verkauft an die Rederei AB Linköping in Nyköping. Dort umbenannt zu D/S Nyköping. 1938 wurde es verkauft zu Mariehamn Trafik AB und dort umbenannt zu D/S Mariehamn. Das Schiff ist von Anbeginn zu klein für die Hurtigrute. Im August 1942 von der Sarpsborg Mekaniske Verksted umgebaut. Ausgetauscht wird unter anderem die alte Dampfmaschine. Am 17. März 1944 ist der Umbau fertig und das Schiff erhält den Namen D/S Nordnorge.

1942 beträgt der Anteil an deutschen Soldaten, die mit der Hurtigrute fahren, 36,5 Prozent.

Am 21. Januar 1943 wird die D/S Kong Harald (NFDS) auf der Frøsjøen, Bremanger, von zwei norwegischen Torpedoschiffen angegriffen. Die abgefeuerten Torpedos des einen Schiffes verfehlen das Ziel.

Am 26. Februar 1943 erleidet die D/S Bodø (alte D/S Erling Jarl) totalen Schiffbruch zwischen Brønnøysund und Sandnessjøen. An Bord sind normale Passagiere und deutsche Soldaten, insgesamt etwas 20 Personen, außer der Besatzung. Auf Befehl der Deutschen an Bord kommt das Schiff zum Stillstand. Einige Soldaten werden außerhalb von Skjelva, nördlich von Brønnøysund, mit Booten an Land gebracht. Im Austausch dafür kommen andere an Bord. Im Anschluss wird die Fahrt fortgesetzt, doch im Wetterchaos des Abends wird die Bogskjæret, nördlich von Skjelva fyr, wiedermal zum Verhängnis eines Hurtigruteschiffes. An diesen Tag weht ein kräftiger Wind. Der treibende Schnee verhindert jegliche Fernsicht. Gegen 10.00 Uhr am Abend läuft das Schiff auf Grund. Der Rumpf wird aufgerissen und das Achterdeck läuft voll Wasser. Das Wrack des Schiffes wird nach dem Krieg an die Firma Høvding Skipsopphugging in Sandnessjøen verkauft. 17 Jahre nach dem Schiffbruch, im Winter 1960/1961 wird es gehoben und verschrottet.

Die ersten Monate der Ersatzverbindungen mittels kleiner Kutter verlaufen noch sehr unregelmäßig, der politischen Situation angepasst. Zum 20. Mai 1943 wird endlich eine feste regelmäßige Verbindung ab Tromsø eröffnet. Angeboten werden nun 6 Verbindungen pro Woche, zwei nach Vadsø, zwei nach Båtsfjord und zwei nach Hammerfest. Einige Zeit später wird eine Verbindung nach Båtsfjord verkürzt, neues Ziel ist Hammerfest.

Am 21. September 1943 wird die D/S Ragnvald Jarl (NFDS) von den Deutschen beschlagnahmt. Es wird als Hospitalschiff genutzt, später als Transportschiff. Während dieser Zeit übernimmt die D/S Sigurd Jarl die normale Aufgabe in der Hurtigrute.

Es ist der 30. September 1943. Die D/S Sanct Svithun 1 (DSDS) ist am Donnerstag Nachmittag südgehend auf dem Stadhavet, auf dem Weg von Ålesund nach Havda. Ein grauer und kalter Herbsttag mit südwestlichem Wind und schwerer See. Auf der Höhe von Vossa und Bukolmen greifen gegen 18.45 Uhr sechs britische Bomber das Schiff an. Nach ihren Informationen befinden sich 50 deutsche Soldaten an Bord. Was sie nicht wissen: Diese Truppen sind bereits in Ålesund ausgestiegen und mit einem anderen Schiff nach Havda unterwegs. Eine Bombe trifft und es bricht ein Brand aus. Der Kapitän nimmt Kurs zum Festland. Er möchte das Schiff auf Grund laufen lassen, bei Kobbeholmen. Er schafft es und kann so 76 Passagiere retten. Die Leute des kleinen Dorfes Ervika werden Augenzeugen des Angriffes. Viele von ihnen arbeiten auf dem Feld und holen die Kartoffeln ein. Schnell kommen sie und helfen bei der Rettung. 19 Besatzungsmitglieder, 26 Passagiere und 12 Deutsche kommen ums Leben. Später treibt das Schiff auf das offene Meer und geht unter. Vom Schiff bleiben nur die Glocke und der Anker, beide sind heute an und in einer kleinen Kapelle in Ervik zu sehen. Das Frack liegt heute noch auf der gleichen Stelle im offenen Meer. 

Nach der Versenkung der D/S Sanct Svithun 1 (DSDS) am 30. September 1943 übernimmt die D/S Kong Haakon (DSDS) den Platz in der Hurtigrute.

Am 13. Februar 1944 wird die D/S Irma von zwei britischen Motortorpedobooten (HMS 627 und 653) auf der Hustadvika torpediert. 64 Norweger sterben. Am Tag davor begann für das Schiff die Rundtour in Bergen. Gegen 13.00 Uhr des nächsten Tages verlässt es den Hafen von Ålesund. Gegen 18.00 Uhr erreicht es die Hustadvika. 27 Minuten später ist es zwischen Hestskjær, Kristiansund und dem Engelen Leuchtturm. Hier erschüttern zwei Explosionen das Schiff, das Vorderteil bricht mit dem ersten Torpedo weg. Mit dem zweiten wird es in der Mitte getroffen. Der Kessel explodiert. Innerhalb von 3 Minuten versinkt das Schiff. Die Torpedos werden von norwegischen Motortorpedoschiffen, die auf den Shetlandinseln stationiert sind, abgefeuert. Ein in der Nähe befindliches Schiff, das Steine geladen hatte, die D/S Henry will zur Hilfe kommen. Kurze Zeit nach er dem Beschuss der D/S Irma wird auch die D/S Henry von zwei Torpedos getroffen und versinkt sofort. Es kommen 63 Menschen ums Leben, 2 davon auf der D/S Henry.

Im März 1944 wird die D/S Kong Haakon (DSDS) von 3 Torpedos eines unbekannten Schiffes attackiert.

Am 17. März 1944 tritt die D/S Nordnorge 2 (ODS) die Reise von Fredrikstad nach Tromsø an, von wo es den Dienst in der Hurtigrute aufnehmen soll. Auf der Fahrt nach Tromsø fährt das Schiff ohne Passagiere. Einzig die 13 Besatzungsmitglieder sind an Bord. Der Frachtraum ist mit 100 Tonnen Bauplatten und 50 Fass Magarineöl beladen. Es ist 09.00 Uhr am Morgen des 24. März 1944. Das Schiff hat Ytre Honningsvåg, Stadlandet bei guten Wetter passiert. Im gleichen Augenblick schlagen mehrere Torpedos Achterdecks ein, abgefeuert vom britischen U-Boot HMS Satyr. Das Schiff sinkt innerhalb einer halben Minute. 2 Besatzungsmitglieder überleben die Explosion. Beide haben keine Zeit, sich mittels der Rettungsboote in Sicherheit zubringen. Sie werden mit einem Fischkutter, der eine halbe Stunde später vor Ort ist, gerettet. Es kommen 11 Menschen ums Leben. Auch der Kapitän ist unter den Opfern, der 3 Jahre zuvor die Versenkung der D/S Barøy miterlebt und überlebt hat.

Im Frühjahr 1944 kommt die D/S Christiana (DSDS) in die Hurtigrute. Ein altes Schiff, das 1895 gebaut wurde.

Am 20. April 1944 erleidet die D/S Haakon Jarl (DSDS) schweren Schaden bei einer großen Explosion in Bergen. Bis zum Mai 1945 bleibt das Schiff so im Hafen von Bergen liegen und kommt dann zurück zur DSDS eigenen Werft bei Klareskjæret, Stavanger, wo es repariert wird.
(Der 20. April 1944, ein niederländisches Schiff, die D/S Voorbode, liegt am Festningskai. Das Schiff wurde von den Deutschen rekrutiert als Truppentransporter. Im Frühjahr 1944 wird das Schiff mit Sprengstoff beladen, bestimmt für die eigenen Truppen in Hammerfest. Das Schiff hat die Auflage, in keinem Hafen unterwegs anzulegen. Ein Maschinenschaden zwingt die Besatzung zum Anlauf von Bergen. 4 Tage, genau um 08.39 Uhr, später explodiert das Schiff am Kai. Die Druckwelle zerstört alle Gebäude in der Umgebung, darunter das alte Reedereigebäude der BDS und die Håkonshallen. Die Schadensbilanz, 136 Gebäude erleiden Totalschaden, 152 Gebäude müssen nach der Begutachtung abgerissen werden, 3668 Gebäude haben größere und kleinere Schäden und über 200.000 Quadratkilometer an Glasbruch. Die Schadensbehebung dauert 2 Jahre und 11 Monate).

Mai 1944, die Reedereien haben gehofft, die Ersatzverbindungen mit den kleineren Fischerkuttern bis zum Ende des Krieges aufrecht halten zukönnen. Die Situation in Nordeuropa gestaltet sich leider immer schwieriger. Die Fahrzeuge der Reedereien bekommen nun noch sehr geringe Ölmengen, die keine dauerhafte Verbindung mehr zulassen. Die Versenkung des Kutters Uløy am 07. Juli 1944 bringt eine weitere Verschärfung der Situation. Die Ersatzverkehr wird nach Ifjord, Laksefjord, verkürzt. Dort gibt es ein kleines Lagerhaus. Der Weitertransport erfolgt von Land aus. Ab dem 24. Juli 1944 wird der Ersatzverkehr nach Smalfjorden, Tana, verlängert. 3 feste Verbindungen pro Woche werden gehalten. Anfangs werden noch Post und Fracht befördert. Ende August 1944 nur noch Fracht. Das Postkontor in Tromsø wurde bei einem Bombenangriff zerstört.

Im Juni 1944 treten auch wieder Unregelmäßigkeiten in der normalen Hurtigrute auf. Laut Fahrplan vom 20. Juni des Monats sollte es 5 wöchentliche Abfahrten geben, 2 von Bergen und 3 von Trondheim. Fehlende Schiffe machen die Einhaltung des Fahrplanes schwierig. Das weitere Problem ist die Kohleversorgung der Schiffe, auch deshalb fallen immer wieder Verbindungen aus.

Im Juli 1944 wird die D/S Kong Harald (NFDS) mit Torpedos angegriffen. Diese verfehlen ihr Ziel. Im gleichen Monat läuft das Schiff bei Stokmarknes auf Grund. Auf der Trondheim Mekaniske Verksted erfolgt die Reparatur. Am 22. Juli 1944 ist das Schiff zurück in Küstenlinie.

Im September 1944 hat die D/S Kong Harald (NFDS) Motorprobleme und wird bei Bergen Mekaniske Verksted in Laksevåg repariert. Einen Monat später erleidet das Schiff schwere Schäden bei einem Angriff der Alliierten auf die Umgebung der Werft.

Am 02. September 1944 zerbricht die Finnisch-Deutsche Waffenbrüderschaft. Per Ultimatum erklärt Finnland, dass alle deutschen Truppen das Land bis zum 15. September verlassen müssen.

Am 19. September 1944 unterzeichnet Finnland einen Waffenstillstandsvertrag mit der Sowjetunion.

Am 26. September 1944 ordnet Marschall Meretskov die Ausarbeitungen eines Angriffplanes zu Nordnorwegen an. 3 Tage später wird der Plan bewilligt. Die norwegische Regierung in London hat davon keine Kenntnis.

Am 30. September 1944 wird die D/S Lofoten (VDS), südwestlich von Bodø, von dem britischen U-Boot Satyr (Weston) mit Torpedos beschossen. Das Schiff wird nicht getroffen.

Am 02. Oktober 1944 gibt Hitler die Operation "Nordlicht" frei. Alle Truppen in Nordfinnland und der norwegischen Regionen Finnmark sowie Nordtroms, werden bis zur Linie der Lyngen (nördlich von Tromsø) zurück gezogen. 

Am 07. Oktober starten die russischen Truppen ihre Offensive, die sich vorerst nach Süden richtet. Hier fallen über 97000 Granaten.

Am 18. Oktober 1944 (ein Mittwoch) überschreiten russische Marinebrigaden die Grenze zu Norwegen, bei Korpfjell und Jakobselv. Das Gebiet um Kirkenes soll aus zwei Richtungen angegriffen werden. Die dritte Angriffslinie richtet sich weiter nach Finnland, in südliche Richtung.

Im Herbst 1944 wird die D/S Sigurd Jarl (NFDS) an die NFDS zurück gegeben und sofort wieder in die Hurtigrute eingegliedert, die D/S Hadsel (VDS, BDS) läuft bei Mosjøen wegen Ölmangels auf Grund.

Am 19. Oktober 1944 läuft die D/S Christiana auf eine Mine im Åramsund, Sunnmøre. Beschädigt schafft das Schiff die Fahrt bis zum Hafen von Bjørke im Hjørundfjord. Dort bleibt es bis zum Ende des Krieges liegen.

Am 21. Oktober werden die VDS Schiffe, D/S Lofoten und D/S Finmarken von den Deutschen rekrutiert. Beide Schiffe sollen im Rahmen der Evakuierung der Finnmark eingesetzt werden.

Am 25. Oktober 1944 wird Kirkenes von den russischen Truppen erobert, zwei Tage zuvor wurde das Stromkraftwerk der Stadt gesprengt.

Am 28. Oktober 1944 kommt der allgemeine Zwangsevakuierungsbefehl der deutschen Heeresführung, zur Räumung der nördlichen Regionen von Norwegen. Von der russischen Grenze bis zu der Region Lyngen in der Fylke Troms, wird eine Todeszone eingerichtet. Alle müssen dieses Gebiet räumen. Jedes Gebäude, das von Nutzen für die Russen sein könnte, muss dem Erdboden gleichgemacht werden. In der Zeit fliehen über 25000 Einwohner der Finnmark in Höhlen, mit großer Angst vor Entdeckung, Hunger und Krankheit. Bei der Evakuierung werden einige Schiffe der Hurtigrute eingesetzt. Der Befehl für Teile von Hammerfest hatte folgenden Wortlaut:

Til befolkningen

Det er bestemt at Finnmarks befolkning skal tvangsevakueres øyeblikkelig. I Hammerfest blir denne tvangsevakuering å gjennomføre som følger:

Området Fuglenes - Storelven skal være rømmet innen mandag 30. Oktober kl. 12 middag. Folk som ikke uten videre begir seg til evakueringskontoret i Rådhusets 2. etasje (ligingskontoret) for å få anvist befordringsmiddel, vil bli avhentet av politiet og Wehrmacht. Tidspunket for tvangsevakuering av den neste det av byen vil bli kunngjørt ved oppslag.

Am 29. Oktober 1944 verlassen die Deutschen Truppen Vadsø. Einen Tag später ziehen sie sich auch aus Vardø zurück. Alle Anlagen und Geschütze werden gesprengt, der Hafen vermint.

Am 30. Oktober 1944 macht der Kutter "Skandfer", die letzte Ersatzfahrt der Hurtigrute ab Tromsø. In all den Monaten seit September 1941 erweist sich die geringe Größe der kleinen Schiffe als großer Vorteil. Gerade 3 Kutter wurden in den 3 Jahren versenkt. Der Ersatzverkehr zwischen Tromsø und Vadsø machte 188 Fahrten. Dabei wurden 560.000 Tonnen Fracht und 24.500 Passagiere befördert.

Am 01. November 1944 wird die D/S Finmarken an die Reederei VDS zurück gegeben.

Am 07. November 1944 wird die Hafeneinfahrt von Berlevåg vermint.

Am 01. Dezember 1944 wird die D/S Lofoten an die Reederei VDS zurück gegeben.

1944 beträgt der Anteil an deutschen Soldaten, die mit der Hurtigrute fahren 44 Prozent.

Im März 1945 sind von den regulären Hurtigruteschiffen 3 übrig, die D/S Lofoten, die D/S Finmarken und die D/S Sigurd Jarl. Alle unterhalten die Strecke von Trondheim nach Tromsø. Ein Schiff alle 14 Tage. Im Wechsel zwischen der D/S Lofoten und D/S Finmarken. Die D/S Sigurd Jarl befährt die Strecke alle 3 Wochen. Der Anlauf der Häfen im Norden der Fylke Troms sowie in der Finnmark ist mit den großen Schiffen nicht möglich. Die Häfen sind vermint bzw. zerstört. Eine Versorgung wird wieder mit dem Ersatzverkehr geregelt.

Das Resümee des Krieges für die Hurtigrute: Bei Kriegsausbruch gehen 4 Schiffe verloren. Während des Krieges weitere 5 Schiffe mit festem Platz und 4 Ersatzschiffe. 2 Schiffe erleiden schweren Schaden und kommen nicht mehr zum Einsatz. 1 Schiff läuft auf Grund und sinkt. Es kommen 148 Besatzungsmitglieder der Schiffe ums Leben, mehr als 280 normale Passagiere sind nach der Kapitulation tot, dazu kommt eine nicht bekannte Anzahl von deutschen Soldaten, die Schätzung belaufen sich auf 175 bis 200.