1945 bis 1953   1954 bis 1960

1945 bis 1953

Am Ende des Krieges gibt es gerade noch 4 seetüchtige und betriebsbereite Schiffe der Hurtigrute. Die D/S Finnmarken (VDS), die D/S Kong Harald (NFDS), die D/S Lofoten (VDS) und die D/S Sigurd Jarl (NFDS).

Die D/S Christiana, ein 51 Jahre altes Schiff der DSDS ist von April 1945 bis zum Mai 1946 in der Hurtigrute um die Kriegsverluste auszugleichen.

Zum 20. Mai 1945 wird ein neuer Fahrplan verabschiedet. 2 Verbindungen verkehren ab Bergen. 3 Verbindungen ab Trondheim. Leider kann die geplante Regelmäßigkeit nicht immer aufrecht erhalten werden.

Der Hafen von Bergen bietet nach dem Krieg keinen guten Anblick. Die einst stolz Hurtigrute D/S Kong Haakon (DSDS) liegt im Hafen. Am 20. April 1944 wurde das Schiff bei einem schweren Bombenangriff auf Bergen stark beschädigt. Im Mai 1945 kommt das Schiff zurück zur DSDS eigenen Werft in Stavanger, wo es repariert wird. Anschließend wird die D/S Kong Haakon wieder in der Hurtigrute eingesetzt.
Der Hintergrund dazu:
20. April 1944, ein niederländisches Schiff, die D/S Voorbode, liegt am Festningskai. Das Schiff wurde von den Deutschen rekrutiert als Truppentransporter. Im Frühjahr 1944 wird das Schiff mit Sprengstoff beladen, bestimmt für die eigenen Truppen in Hammerfest. Das Schiff hat die Auflage, in keinem Hafen unterwegs anzulegen. Ein Maschinenschaden zwingt die Besatzung zum Anlauf von Bergen. 4 Tage, genau um 08.39 Uhr, später explodiert das Schiff am Kai. Die Druckwelle zerstört alle Gebäude in der Umgebung, darunter das alte Reedereigebäude der BDS und die Håkonshallen. Die Schadensbilanz, 136 Gebäude erleiden Totalschaden, 152 Gebäude müssen nach der Begutachtung abgerissen werden, 3668 Gebäude haben größere und kleinere Schäden und über 200.000 Quadratkilometer an Glasbruch. Die Schadensbehebung dauert 2 Jahre und 11 Monate.

Im Juni 1945 erwacht die Hurtigrute aus ihrem Kriegstrauma und der Norden des Landes lebt wieder auf. Die D/S Kong Harald (NFDS) ist das erste Schiff, das nach dem Krieg den Hafen von Øksfjord anfährt. Zuvor war Tromsø der Endpunkt der Linie.

Nach einem langem Reparaturaufenthalt kommt am 06. Juli 1945 die D/S Ragnvald Jarl (NFDS) wieder in die Hurtigrute, wobei der Ausdruck D/S nicht mehr stimmt. Das Schiff ist die erste M/S in der Hurtigrute.

Am 17. Juli 1945 ist die D/S Nordstjernen (BDS) wieder in der Hurtigrute. Nun auch als M/S.

Der Postbetrag wird bis zum 31. Dezember 1949 auf 775 Kronen pro Schiff festgelegt.

Vom August bis zum 15. November 1945 wird die D/S Lyngen (TFDS, VDS) in der Hurtigrute, eingesetzt zwischen Tromsø und Kirkenes. Das Schiff mit der berühmten Vergangenheit (1938 spielt das Schiff in Christiane Ritters Erlebnisbericht "Eine Frau erlebt die Polarnacht" eine Nebenrolle. Es bringt und holt die Autorin nach und von Svalbard) ist eine Leihgabe der TFDS an die VDS. Für das Schiff ist das bereits der zweite Einsatz. Bereits im November 1943 ersetzte das Schiff für einen Monat die D/S Lofoten. Zum 15. November übernimmt die M/S Hadsel (VDS) diese Strecke, die einmal in der Woche verkehrt.


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1945 wendet sich das Verkehrministerium an die Reederei Det Nordlandske Dampskibsselskab (NDS). Das Angebot aus Oslo, die D/S Skjerstad soll in der Hurtigrute eingesetzt werden. Die Hurtigrute soll ausgebaut werden, viel Tonnage ist im Krieg verloren gegangen. Die Reederei ODS hat all ihre großen Schiffe im Krieg verloren und kann für die Hurtigrute kein neues stellen und verliert ihre Zulassung. Die NDS nimmt das Angebot an. Am 19. November 1945 startet die erste Fahrt in der Hurtigrute, zuvor erfolgt ein Umbau bei der Pusnes Mekaniske Verksted, die am 17. November 1945 abgeschlossen ist. Die Kosten für den Umbau betragen 872819 Kronen, diese wurden später auf 710000 Kronen gesenkt. Am 23. November legt es das erstemal im Rahmen der Rundtour in Bodø an. Die D/S Skjerstad (NDS) ist ein altes schwedisches Schiff, mit dem Namen "Hansa", gebaut 1925. Durch den Verlust des gleichnamigen Vorgängers im ersten Kriegsjahr des 2. Weltkrieges, war die Reederei NDS gezwungen ein Schiff zukaufen. In Schweden wurde die Reederei fündig. Am 23. September 1940 wird der Vertrag zum Kauf in Göteborg unterzeichnet. Der Kaufpreis beträgt 675000 schwedische Kronen. Die Übernahme gestaltete sich sehr schwierig. Am 25. September erfolgt die Abfahrt von Göteborg nach Fredrikstad. Dort wird es am 27. September umgetauft und in die alte Linie des Vorgängerschiffes eingesetzt. Der Kauf wird von den deutschen Besatzern gebilligt. Bis 1945 ist Alf Pedersen der Kapitän, danach Edvin Madsen.


© Foto by Geir Svendsen

Die D/S Lyra (BDS) kommt im November 1945 in die Hurtigrute. Das Schiff wurde 1912 in Stettin, als D/S Prins Eitel Friedrich, für die Gesellschaft "Neue Dampfer Kompanie Stettin" gebaut.

Vom 25. November 1945 bis 26. (15) November 1946 kommt die D/S Dronningen als Ersatzschiff in der Hurtigrute. Ein altes Schiff, das 1894 von Fevigs Jernskibsbyggeri Arendal, nach einem Entwurf des landesbekannten Konstrukteurs Randulf Hansen, für die HDS (Helgelandske Dampskibsselskap) mit 661 Bruttoregistertonnen, gebaut worden ist. Die D/S Dronningen ist eine Leihgabe der Helgelandske Dampskibsselskab an die VDS. Das Schiff ersetzt die D/S Finnmarken, die auf der Werft AB Gøtaverken in Göteborg repariert und umgebaut wird.

1946 geht die D/S Lyra (BDS) wieder aus der Hurtigrute, um anschließend auf der Linie zwischen Island und Færør eingesetzt zu werden.

Am 28. April 1946 endet der Einsatz der D/S Hadsel (VDS) in der Hurtigrute.

Die ODS beschäftigt sich im Frühjahr 1946 mit dem Gedanken zum Anschaffen eines neuen Schiffes, das in der Hurtigrute eingesetzt werden soll. Verschiedene Anfragen an Werften und andere Reederein werden gerichtet. Die Suche bleibt erfolglos. Die FMV sendet ein Angebot zum Neubau eines Schiffes. Die Kosten sollen bei 4,8 Millionen Kronen liegen. Zum Zeitpunkt der Schiffsbestellungen der Reederein BDS, DSDS, VDS und NFDS in Italien, nimmt die ODS Kontakt zum Verkehrsministerium auf. Die Reederei bittet um die Genehmigung zum Bau eines 5. Schiffes. In der Auffassung der ODS soll es das praktischste und günstigste der 5 sein. 5 Schiffe zusammen müssen doch einen besseren Preis ergeben. Das Verkehrsministerium lehnt jedoch ab. Für die eigenen Zwecke braucht die ODS aber dennoch ein neues Schiff. 1946 bestellt die Reederei ein neues Schiff (M/S Barøy) bei der Werft Trondheim Mekaniske Verksted, der Auftragswert liegt bei 5 Millionen Kronen.

Bereits während der deutschen Okkupation wird von den Hurtigrutereederein beschlossen, die Flotte mit neuen Schiffen auszustatten. Die Reederei NFDS baut dabei auf ihre alte Hauptverbindungen zur Fredrikstad Mekaniske Verksted (FMV). Es kommt zu mehreren Treffen zwischen den Repräsentanten der beiden Gesellschaften und dem Verkehrministerium. Der Gedanke der Zusammenarbeit zwischen den Reederein äußerte sich darin, einen standardisierten Schiffstyp zubauen. Die ersten Überlegungen gehen davon aus, das die VDS, die BDS, die DSDS und die NFDS je ein Schiff bekommen.

Am 26. März 1946 wird beschlossen, Angebote bei Werften im In- und Ausland einzuholen. Das Angebot pro Schiff soll 6 Millionen Kronen betragen. 13 Angebote kommen, davon fallen 2 in die engere Auswahl. Die Aalborg Værft A/S in Dänemark und die italienische Werft Cantieri Navali Riuniti in Ascona. Die entgültige Wahl fällt zu Gunsten der italienischen Werft aus, die im Angebot etwas unter der dänischen Werft liegt und kürzere Lieferzeiten verspricht Die Bezahlung soll gestaffelt erfolgen. 75 % des Kaufbetrages in Pfund und 25 % in Dollar.

Im Frühjahr 1946 legt die D/S Skjerstad (NDS) zum erstenmal nach dem Krieg in Kirkenes an, davor war Hammerfest (Tromsø) Endpunkt der Hauptverbindung der Hurtigrute.


© av boka fra Leif Bryde Lillegaard "Nordenfjeldske 125 år - I Storm og stille på alle hav"

Die D/S Tordenskyold, ein altes Schiff der NFDS, gebaut 1906 von Trondheim Mekaniske Verksted, kommt 1946 in die Hurtigrute. Zwischen dem 11. März und 07. Mai 1946 wird es speziell dafür bei der Trondheim Mekaniske Verksted umgebaut. Es bekommt ein Zertifikat für 250 Passagiere.

Die D/S Saltdal verkehrt im Juli 1946 für einen Monat in der Hurtigrute, danach vom 16. Juli 1948 bis 30. August 1948 und 1950 erneutes Ersatzschiff.

Auf der Grundlage des im März eingegangenen Angebotes der italienischen Werft, wird am 14. November 1946 der Vertrag beschlossen. Die NFDS hatte intern bereits am 27. September 1946 dem Vertrag zugestimmt. Der Staat garantiert eine Rückzahlung der Kosten, wenn der Liefertermin gehalten wird und die Schiffe nicht aus Italien geliefert werden, da das Land ....... 

Im Dezember 1946 gibt es eines 10%tigen Preisanstieg und der Umstellung der Währung zum Bezahlen des Vertrages bei den Italienern. Die Bezahlung soll komplett in Dollar erfolgen, das lässt aber die derzeitige Valutabestimmung in Norwegen nicht zu. Die Werft in Italien stoppt die Arbeiten an den Schiffen. Die Angelegenheit wird unter den Reederein geklärt, die dann doch in Dollar bezahlen. 

Im Dezember 1946 bestimmt die BDS und die NFDS eine weitere Bestellung von Schiffen, die nach dem Italientyp gebaut werden sollen. Die beiden Reederein wenden sich an die dänische Werft in Aalborg. Der Preisanstieg hat den Vorteil der italienischen Werft kompensiert und durch den Bau der 4 bestellen Schiffe ist die Werft ausgelastet. Die ODS nimmt daraufhin wieder Kontakt mit Oslo auf.

Am 03. Juli 1947 läuft die D/S Skjerstad (NDS) in der Nähe von Grinna Fyr bei Folda (südlich von Rørvik)  auf Grund. Die anschließende Reparatur dauert drei Monate.

Im Oktober 1947 kommt die D/S Lyra (BDS) erneut in die Hurtigrute. Das Schiff vertritt die D/S Nordstjernen (BDS), die auf der BMV umgebaut wird.

Am 04. November 1947 leidet die D/S Sigurd Jarl (NFDS) eine Havarie bei Florø. Das Schiff wird repariert. Zum 11. November 1947 übernimmt die D/S Christiana den Platz der D/S Sigurd Jarl. Der Einsatz dauert bis zum März 1948.
Es gibt eine zweite Version dazu:
Am 15. Dezember 1947 kommt die D/S Ottar Jarl (NFDS) in die Hurtigrute. Das Schiff ersetzt bis zum 17. März 1948 die D/S Sigurd Jarl, die in der Werkstatt liegt. Die D/S Ottar Jarl wurde 1929 in Seattle als Kühlschiff "D/S W. B. Foshay" für den gleichnamigen Eigentümer, für die Route von Seattle nach Alaska gebaut.

Vom Januar bis zum Juni 1948 kommt die D/S Oslo (ADS, NFDS) für kurze Zeit in die Hurtigrute. Das Schiff ersetzte die D/S Kong Harald, die zur Reparatur auf der Werft Trondheim Mekaniske Verksted ist. Das Schiff wurde 1929 von Nylands Mekaniske Verksted gebaut und ist eine Leihgabe der ADS (Arendal DS).


© by Rederi Arendal Dampskibsselskap

Am 25. Januar 1948 läuft die D/S Lofoten (VDS) bei Kjelsvik, Nordkinnhalbinsel auf Grund. Anschließend wird es repariert und auf der Werft Trondheim Mekaniske Verksted in Trondheim modernisiert. Ab Februar 1948 bis zum Januar 1949 wird die D/S Lyngen (TFDS) erneut von der VDS ausgeliehen. Das Schiff ersetzt die D/S Lofoten während ihrer Abwesenheit. Anschließend geht die D/S Lyngen zurück an die TFDS.

Am 26. Januar 1948 kommt es im Rahmen einer Reparatur an der D/S Skjerstad (NDS) zu einem Missgeschick auf der Werft Trondheim Mekaniske Verksted. Das Schiff kentert. Ein anderes Schiff hatte sich gelöst. Im Juli 1948 kommt das Schiff zurück in die Flotte.

Die D/S Saltdal kommt vom 16. Juli 1948 bis 30. August 1948 erneut in die Hurtigrute.

Am 21. September 1948 läuft die D/S Nordstjernen (BDS) bei Brønnøysund auf Grund. In Folge dessen entsteht ein 4 Meter langer Riss am Rumpf des Vorderschiffes. In Stavanger erfolgt die Reparatur.

Ab dem 04. Oktober 1948 gibt es 6 Abfahrten die Woche. Eine Tour endet in Hammerfest, eine in Narvik und 4 in Kirkenes.

Am 05. September 1949 kommt die M/S Erling Jarl (NFDS) in die Hurtigrute. Gebaut wurde das Schiff von der Werft Cantieri Riuntini dell´Adriatico Ancona in Italien, mit der Baunummer 229. Es ist das erste in Italien gebaute Schiff und das erste neu gebaute Schiff der Hurtigrute nach dem Krieg.


© Foto by Geir Svendsen og Johannes Steinbrück

Am 03. Dezember 1949 (09. November 1949) kommt das zweite in Italien bebaute Schiff, die M/S Midnatsol (BDS), in die Hurtigrute. Gebaut wurde das Schiff wieder auf der Werft Cantieri Riuntini dell´Adriatico Ancona in Italien, mit der Baunummer 230. Die alte D/S Midnatsol verlässt die Linie und wird im März 1949 umbenannt zu D/S Sylvia.


© by Pål Evensen

1949 kommt die D/S Sylvia (alte D/S Midnatsol) erneut in die Hurtigrute. Dieser Einsatz dauert bis zum 25. (10.) Oktober 1950.

Vom 01. Januar 1950 bis zum 30. Juni 1951 gilt folgender Postbetrag. Die neuen Schiffe der Hurtigrute bekommen 1775 Kronen, die alten Schiffe 1050 Kronen.

Im März 1950 läuft die M/S Erling Jarl (NFDS) im Toppsund (die Passage zw. Harstad und Risøyhamn) auf Grund.

1950 bekommt die Reederei Det Nordlandske Dampskibsselskab (NDS) entgültig die Zulassung als Hurtigrutereederei. Oslo stellt jedoch eine Bedingung an die Reederei aus Bodø. Die D/S Skjerstad muss in den nächsten Jahren durch ein neues Schiff ersetzt werden. In einem Schreiben vom 07. September 1950 bekommt die ODS aus Oslo die entgültige Absage zur Beteiligung am Bau eines Schiffes, das in der Hurtigrute fahren soll. Das Ministerium hat sich auf die NDS festgelegt.

Das FFR - Schiff M/S Sørøy, gebaut 1949 von Trosvik Mekaniske Verksted mit der Baunummer 63, wird als Reserveschiff von 1950 bis 1953 und 1958 in der Hurtigrute eingesetzt.

Im April 1950 kommt das dritte, in Italien gebaute Schiff, die M/S Vesterålen (VDS), in die Hurtigrute. Das Schiff löst die D/S Hadsel ab, die am 31. März 1950 ihre letzte planmäßige Tour in der Hurtigrute macht.


© by Pål Evensen

Am 11. April 1950 die kollidiert die M/S Midnatsol (BDS) mit dem Lastschiff Nadd-Odd, im Steinsund bei Soland.

Ab dem Sommer 1950 gibt es wieder eine tägliche Hurtigrute. 2 Verbindungen starten in Trondheim und 5 in Bergen.

Am 17. Oktober 1950 läuft die D/S Kong Harald (NFDS), während der letzten Rundtour, bei Heggebåen, in der Nähe von Florø, auf Grund. Niemand kommt zu Schaden.

Von 1950 bis 1951 kommt die D/S Saltdal erneut in die Hurtigrute. Das Schiff befährt das Seestück zwischen Trondheim und Rognan.

1950 gibt es endlich wieder tägliche Abfahrten. 5 ab Bergen und 2 ab Trondheim.

Am 08. Juni 1950 kommt die D/S Sanct Svithun 2 (DSDS) zur Hurtigrute. Das vierte und letzte Hurtigruteschiff der italienischen Werft Cantieri Riuntini dell´Adriatico Ancona.


© by Olav und Terje Moen, Stavanger, Norwegen

Zum 02. Oktober 1950 kommt die M/S Alta in die Hurtigrute. Das Schiff ist eine Leihgabe der FFR und wird als vorübergehende Ablösung für die D/S Kong Harald (NFDS) eingesetzt, die zusammen mit der D/S Tordenskyold (NFDS) nach Belgien verkauft wurde. Der Einsatz geht bis zum 10. Februar 1952.

1950 fahren 406.188 Passagiere mit der Hurtigrute. Auf den Schiffen der BDS sind es 118.916 Passagiere.

Am 20. Mai 1951 kommt die M/S Nordlys (BDS) in die Hurtigruten, gebaut in Aalborg Værft A/S, mit der Baunummer 91. Es ist das erste Schiff aus Dänemark. Tage zuvor, am 15. Mai 1951 ist das Schiff in Oslo. Die Reederei BDS gibt ein Essen, wo der König, der Kronprinz Harald und die Repräsentanten aus Parlament und Regierung anwesend sind. Am 17. Mai kommt das Schiff im Heimathafen Bergen an.


© by Pål Evensen 1981

Im Januar 1952 läuft die M/S Erling Jarl (NFDS) erneut auf Grund, diesmal außerhalb des Hafens von Vardø.

Am 01. Januar 1952 läuft die D/S Sanct Svithun 2 (DSDS) in der Risøyrenna auf Grund. Das Schiff kann die Fahrt fortsetzen. In Bergen wird der Schaden repariert. Wochen später, am 01. Mai 1952, läuft die D/S Sanct Svithun 2 bei Rødskjærsnaget, in der Nähe von Brønnøysund erneut auf Grund. Das Schiff kann sich selbst befreien und fährt nach Sandnessjøen zur Rumpfuntersuchung. Die Passagiere setzten die Fahrt mit der M/S Midnatsol fort. Nach der Untersuchung fährt das Schiff zurück nach Bergen und geht in die Werkstatt.

Die M/S Håkon Jarl (NFDS), gebaut in Aalborg Verft A/S, mit der Baunummer 93, ist das zweite Schiff aus Dänemark und kommt am 26. Februar 1952 in die Hurtigrute. Gleichzeitig verlässt die M/S Alta die Hurtigrute und geht zurück zur FFR.


© by Pål Evensen 1981

Vom 01. Juli 1951 bis zum 30. Juni 1952 gilt folgender Postbetrag. 2350 Kronen bekommen die neuen Schiffe der Hurtigrute, 1150 die Alten. 

Die M/S Polarlys (BDS), das letzte der in Dänemark gebauten Hurtigruteschiffe, kommt im September in die Hurtigrute. Die D/S Polarlys hat am 11. Oktober 1951 ihre letzte Fahrt in der Hurtigrute. Das Schiff wird umbenannt zu D/S Sylvia. Am 16. Oktober 1951 wird das Schiff an die königliche norwegische Marine verkauft. Dort erhält es den Namen "KNM Valkyrien" und wird als Torpedoboottender eingesetzt. Die Übernahme erfolgt 1952.


© by Leif Yngve Wallenius 1993

Die D/S Kronprinsesse Märtha (DSDS) übernimmt 1952 lückenhaft den Reservedienst der Hurtigrute. Ein altes Schiff von 1929.


© by Thomas Müller (Webmaster) März 2005

Bei der Auslieferung des letzten bestellten Schiffes im Jahre 1952 erreichte die Hurtigrute den Stand, den sie vor dem Krieg erreicht hatte. Der Unterschied, alle sind mit modernen Dieselmotoren ausgestattet. Es erfolgt auch ein Wandel vom Klassen- zum Einheitsschiff, beginnend mit den Schiffen, die in Dänemark gebaut worden sind. Die Integration von erster und zweiter Klasse.

Der Bau des 1946 bestellen ODS - Schiffes M/S Barøy (ODS) verzögert sich weiter. Erst im März 1952 wird es von der Trondheim Mekaniske Verksted an die Reederei übergeben und anschließend für 2 Monate an die BDS ausgeliehen.

Im März 1953 kommt die M/S Salten in die Hurtigrute. Das Schiff wird von der Salten Dampskibsselskab ausgeliehen und ist vom März 1953 bis zum 06. Mai 1959 im Einsatz.

1953 kommt die M/S Alta erneut in die Hurtigrute. Die BDS ist diesmal der Leihnehmer von der FFR. Das Schiff ersetzt es die D/S Nordstjernen, die in der Werkstatt liegt.

Am 04. September 1953 wird wieder die komplette Tour zwischen Bergen und Kirkenes gefahren. Narvik wird aus dem Fahrplan der Hurtigrute genommen. Am gleichen Tag greift die ODS wieder in das Hurtigrute Geschehen ein. Durch die Versenkung der zweiten D/S Nordnorge 1944, stand die Reederei ohne Hurtigruteschiff da. Der Neubau der Reederei, die M/S Barøy (ODS) kommt in die Linie.


© av boka "Ofotens Dampskibsselskap 75 år 1912 - 1987"

Die staatliche Subventition beträgt 1953 5,2 Millionen Kronen.

1954 bis 1960

Am 22. September 1954 kam es im Raftsund zu einem schweren Verlust. Die D/S Nordstjernen (BDS) läuft auf Grund und sinkt keine 20 Minuten später. Viele Passagiere und Crewmitglieder können sich retten, 5 kommen ums Leben. Am nächsten Tag wird das Frack in 57 Meter Tiefe gefunden. Die D/S Jupiter (BDS) ersetzt das Schiff in der Hurtigrute. Ein altes Fracht- und Passagierschiff, gebaut 1915 bei Lindholmes Verkstad A/B in Göteborg 1915.

In der Geschichtschroniken von 1954 der Werft Blohm & Voss ist folgendes zulesen (Quelle Blohm & Voss).
Ein großartiges, eigentlich sogar ein wunderbares Ereignis erlebt die wieder entstehende Werft Blohm & Voss noch vor Jahresabschluss. Es sagt viel über den erhalten gebliebenen herausragenden Ruf der Werft aus, das sich eine weitere Erklärung erübrigt. Im festen Vertrauen darauf, das trotz Trümmerwüste und unzulänglicher Ausrüstung wie vordem "Blohm & Voss Qualität" geliefert wird, bestellen die norwegischen Reedereien BDS und VDS "blind" je ein 2200 BRT-Passagierschiff für den innernorwegischen Verkehr. Wenig später bestellt die im gleichen Verkehr tätige NFDS ein weiteres Schiff. Vorgeschichte dazu ist, so wird jedenfalls berichtet, dass bei Hamburgs Hafensenator Plate ein norwegischer Reeder angerufen hat, der sich, aufmerksam geworden durch Presseberichte über den Seebäderschiffsauftrag an Blohm & Voss Steinwerder Industrie AG danach erkundigte, ob man bei Blohm & Voss schon wieder etwas bauen lassen könnte. Man habe bis jetzt gedacht, Blohm & Voss wäre noch eine einzige Trümmerwüste.

Am 22. Januar 1955 kommt die M/S Meteor, gebaut für die BDS 1955, in die Hurtigrute. Ein Reserveschiff, das eigentlich ein Kreuzfahrtschiff ist. Der Einsatz geht bis zum 28. März 1955. Im Winter 1955/1956 ist es erneut in der Hurtigrute.

Im November 1955 hat die M/S Erling Jarl (NFDS) erneut Grundberührung, diesmal außerhalb von Svolvær.

1955 fahren 107348 Passagiere mit den Hurtigruteschiffen der Reederei VDS.

Im Frühjahr und Sommer 1956 wurden drei neue Schiffe in Dienst gestellt. Die M/S Finnmarken (VDS), die M/S Ragnvald Jarl (NFDS) und die neue M/S Nordstjernen (BDS). Alle drei übernehmen die großen Namen der alten Hurtigrutegeneration vor dem Krieg.

Zum 01. März 1956 kommt zuerst die M/S Nordstjernen (BDS) in die Hurtigrute. Es ist das erste Schiff, das auf der dt. Werft Blohm & Voss Hamburg gebaut wurde.


© by  Barbara und Paul Rudolph

Am 08. Juni 1956 wird die M/S Finnmarken (VDS) in die Hurtigrute eingegliedert. Auch das Schiff wurde in Hamburg gebaut. Im Januar 1956 muss die alte M/S Finnmarken es den Namen Finnmarken an das neue Schiff abgeben und wird umbenannt zu D/S Vågan. Die letzten Touren in der Hurtigrute absolviert das Schiff bis zum 08. Juli 1956 unter dem neuen Namen.



© by Pål Evensen 1981

Am 28. Juli 1956 kommt das dritte Schiff aus Hamburg, die M/S Ragnvald Jarl (NFDS) in die Hurtigrute. Die D/S Ragnvald Jarl zur D/S Harald Jarl umbenannt und verlässt die Linie.


© by Thomas Müller - Das Bild zeigt das Schiff 2002, wo es als Schul- und Touristenschiff zw. Stavanger und dem Nordkapp unterwegs ist.

Am 12. September 1957 bricht an Bord der M/S Ragnvald Jarl (NFDS) ein Brand aus.

Im Winter 1957/1958 kommt die M/S Meteor (BDS) erneut für kurze Zeit in die Hurtigrute.

Am 08. Januar 1958 bricht ein Brand an Bord der M/S Erling Jarl (NFDS) aus. Das Schiff liegt am Kai von Bodø. Das Unglück fordert 14 Tote. Nach diesen Ereignis werden in Norwegen die Brandschutzbestimmungen verschärft. Alle Schiffe des gleichen Typs werden danach modernisiert, die M/S Erling Jarl wird wieder instandgesetzt.

1958 verliert die Reederei Det Nordlandske Dampskibsselskab A/S die Zulassung als Hurtigrutereederei. Seit 1950 wartet Oslo auf die Erfüllung ihrer Bedingungen, das Schiff D/S Skjerstad durch ein neues Schiff auszutauschen. Die Reedereiführung der NDS war sich bis 1958 uneinig darüber den Forderungen aus Oslo nachzukommen. Statt eines neuen Hurtigruteschiffes wurden 3 neue Frachtschiffe gebaut. Die alte D/S Skjerstad erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 12 Knoten. Die normale Reisegeschwindigkeit der Hurtigrute liegt 1958 aber bereits bei 15 Knoten. Das Schiff kann nur schwer den laufenden Fahrplan einhalten. Das Ministerium setzt ein Ultimatum. Die Reederei kontert mit Ausreden. Die Finanzierung eines neuen Schiffes ist derzeit zu schwierig.

1958 wird das neue Hauptgebäude der Reederei BDS eröffnet. Es steht am Platz des alten Sitzes der Reederei, das am 20. April 1944 bei einer Explosion im Hafen schwer zerstört wurde. Die Hintergrundgeschichte dazu gibt es im Hafenmenu zur Stadt Bergen.

1958 kommt die M/S Alta erneut in die Hurtigrute. Die VDS leiht sich das Schiff von der FFR, als Ersatz für die D/S Lofoten, die vom 06. Februar bis zum 05. April modernisiert wird.

Am 01. Januar 1959 sind 13 Schiffe im Dienst der Hurtigrute.

Am 25. Januar 1959 ist die M/S Håkon Jarl (NFDS) nordgehend und läuft bei Rørvik auf Grund. Anschließend fährt es zur Reparatur zurück nach Trondheim.

Am 16. August 1960 erleidet die M/S Barøy (ODS) eine Havarie, es läuft auf Grund. Die Reparatur erfolgt auf der Werft Harald Olsens Mekaniske Verksted. An Bord des Schiffes befinden sich zwei Pumpen, die ein hydraulisch elektrisches System (CA.ME.WE) zum Steuern der drehbaren Propeller antreiben. Während der normalen Fahrt entlang der Küste ist keine der Pumpen in Betrieb. Nur in den Häfen, während des Wendevorgänge, sind diese in Betrieb. An diesen Tag läuft aber nur eine Pumpe. Der Kapitän setzt zum Wendemanöver im Hafenbecken von Honningsvåg an. Doch nichts passiert. Das Schiff läuft weiter gerade aus. Der Bug des Schiffes bohrt sich an Land und beschädigt eine Schiffswerkstatt im Hafen schwer. Auch das Schiff erleidet großen Schaden. Mehrere Rundtouren ist es nicht in der Hurtigrute. Der Hafen ist zum Zeitpunkt des Unglückes voll mit Freizeit- und Fischerbooten. Es kommt zum Glück zu keinen weiteren Sach- und Personenschäden.

1960 wird die M/S Harald Jarl (NFDS) in Dienst gestellt und ersetzt die M/S Sigurd Jarl. Gebaut wurde das Schiff bei der Werft Trondheim Mekaniske Verksted (TMV).


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