1980 fahren 277.000 Passagiere mit der Hurtigrute.

Am 24. August 1982 legt die M/S Harald Jarl (NFDS) das letzte Mal in Spitzbergen ab.

Der 04. Dezember 1982 ist in der Geschichte ein besonderer Tag und ein Wendepunkt. Die M/S Midnatsol (TFDS), gebaut von der Ulstein Hatlø A/S in Ulsteinvik, stellte mit ihrer Größe und Grundkonzeption die Weichen für die Zukunft. Es ist das erste Schiff mit seitlicher Laderampe.


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Am 17. Dezember 1982 kommt die M/S Narvik (ODS) in die Hurtigrute, das zweite Schiff der neuen Baureihe. Es wurde für 160 Millionen norwegischen Kronen in der Werft Trondheims Mekaniske Verksted (TMV) gebaut. Gleichzeitig geht die M/S Håkon Jarl aus der Hurtigrutenflotte. Der Wechsel findet in Harstad statt.

Im Frühjahr 1983 kommt das dritte neue Schiff in die Flotte, die M/S Vesterålen (VDS). Gebaut wurde es bei Kaarbøs Mekaniske Verksted in Harstad.


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Die M/S Midnatsol, M/S Vesterålen und die M/S Narvik ermöglicht den Reedereien die Reduzierung der eingesetzten Schiffe von 13 auf 11. Kurzfristig verlässt auch die M/S Polarlys die Linie. Die Gesamtkosten pro Schiff belaufen sich auf 160 Millionen Kronen. Die Reederein müssen aber nur 16 Millionen pro Schiff an Eigenleistung aufbringen. Den Rest bezahlt der Staat. In den ersten Jahren geht das Konzept der neuen Schiffe auf, der Nutzungsfaktor liegt aber mehr auf der Seite des Staates. Die Frachtkapazität kann erhöht werden. Der Nachteil, die Schiffe bieten viel zuwenig Fahrgastkapazität. Die geringen Fahrgastzahlen der achtziger Jahre machen daraus noch nicht das große Problem. Auf Seiten der Reederein hat das Konzept aber keine Zukunft. Wo sollen neben den normalen Distanzpassagieren, die Touristen mitfahren. Die Touristen sind in den Augen der Reederein die Zukunft der Linie.

1983 bekommt die Hurtigruten 237,4 Millionen Kronen an staatlichen Subventitionen. Das macht 57% der finanziellen Mittel, die der Staat zu Förderung und Aufrechterhaltung des öffentlichen Verkehrs ausgibt.

1983 fusioniert die Reederei BDS mit Kosmos A/S. Der Name BDS bleibt erhalten.

Ab 01. Januar 1983 werden alle Poststationen auf der Hurtigrute und auf anderen Schiffen geschlossen. Der Transport der Post erfolgt nur noch in Ausnahmefällen per Schiff. Ein Beispiel dafür ist die Inselwelt der Kommune Meløy (Ørnes).

1984 wird das elektronische Buchungssystem eingeführt. Bis dahin wurden alle Buchungen manuell durchgeführt.

1984 trifft die Gesellschaft Nord - Poolen eine Vereinbarung mit den Hurtigrutegesellschaften, zum Kauf der Frachtkapazitäten. Damit sorgt zukünftig die Gesellschaft für das Angebot der Frachtkapazitäten und übernimmt das Bestellen der Fracht.

Die traditionelle Reederei NFDS wird im Oktober 1984 von Norcem aufgekauft, bleibt aber unter eigenen Namen bestehen. Der leicht veränderte Name lautet nun, Nordenfjeldske Shipping A/S. Am 01. April wird die Gesellschaft (Norcem und Nordenfjeldske) verkauft an A/S Kosmos und ist von nun an organisiert bei der Tochtergesellschaft BDS.

Ende 1984 kündigt die J. M. Johansen A/S in Stamsund an, ihre Aktien der VDS verkaufen zuwollen. Die Gründe für den Verkauf sind vielschichtig. Ein Grund ist der Sitz der VDS. Von Stokmarknes aus war eine sichere Ökonomie der Reederei, im Interesse der Firma Johansen, nicht mehr lukrativ. Dennoch hatte die VDS für die J. M. Johansen A/S eine große Bedeutung, denn die Reederei war alt und ehrwürdig. Mehrere Interessenten melden sich, darunter auch die ODS. Bjørn Roald Olsen, der amtierende ODS - Direktor, nimmt Kontakt mit Arne W. Johansen auf. Einige Tage vor Weihnachten wird der Verkauf von beiden Seiten unterschieben und 50,69 % der Aktien der VDS gehen zur ODS. Der erste Schritt in eine neue Zukunft?

Ein Rapport im September 1985 besagt, das in der Zeit zwischen 1978 und 1982 die Anzahl der Passagiere um 28 Prozent zurück ging. Die Anzahl der Flugpassagiere stieg um die genannte Prozentzahl.

Vom Dezember 1985 bis zum März 1986 sichert sich die ODS weitere 17,87 % der VDS - Aktien.

1987 ist sich auch der Staat bewusst, die Passagierkapazität der neuen Schiffe muss erhöht werden. Diese bekommen mehr Kabinen und Salons, dafür verlieren sie den Platz der Container und somit viel Frachtkapazität. Im März 1987 geht die M/S Midnatsol (TFDS) zum Umbau im Motorenwerk in Bremerhafen. Das Schiff bekommt einen neuen Speisesaal und 142 neue Kabinen. Der Umfang der Arbeiten beträgt 40 Millionen Kronen. Im Anschluss folgt die M/S Vesterålen (OVDS), die bei der Gelegenheit auch gleich die neue Farbgebung der OVDS bekommt. Im Februar 1989 ist die M/S Narvik (OVDS) als letzte an der Reihe.

1988 schließen sich die Reederein ODS und VDS zusammen, zur Ofotens og Vesteraalens Dampskibsselskab A/S (OVDS). Die ODS feiert gleichzeitig ihr 75jähriges Firmenjubiläum. Mit der Übernahme hat die OVDS nun folgenden Bestand an Schiffen, die M/S Vesterålen, die M/S Narvik, die M/S Kong Olav, die M/S Nordnorge, die M/S Lofoten und die M/S Finnmarken.

Im August 1988 verkauft die OVDS, die M/S Lofoten für 20 Millionen Kronen an die Reederei FFR (Finnmark Fylkesrederi og Ruteselskap), die daraufhin die Zulassung für die Hurtigrute bekommt.

1988 RoNoTro A/S wird von der DSDS, TFDS und SDS gegründet. Am 28. Dezember 1988 kauft diese Gesellschaft die BDS mit deren Tochtergesellschaften K/S Norcargo, NFDS und die großen Autotransportgesellschaft Norsk Godslinijer.

Die Kosmos A/S in Stavanger Sandefjord wird am 1. Januar 1989 an die RoNoTro A/S verkauft. Eine Gesellschaft, die nun die alten Hurtigrutereederein DSDS und BDS sowie die TFDS vereint. Der Name "BDS" wird entgültig Geschichte, nachdem die Reederei 1983 mit Kosmos A/S fusionierte. Im gleichen Jahr steigt die NFDS nach 94 Jahren als Hurtigrutenreederei aus, bedingt durch den Verkauf. Die Schiffe M/S Harald Jarl und M/S Ragnvald Jarl gehen in den Besitz der TFDS über.

Die TFDS hat nun die M/S Ragnvald Jarl, M/S Harald Jarl, M/S Nordstjernen, M/S Midnatsol und die M/S Polarlys. Damit ist die Hurtigrute entgültig in nordnorwegischer Hand. Die Anzahl der Betreiberreederein sinkt auf 3. Ein Zeichen für viele, das die Hurtigrute nun effektiver betrieben werden kann.