Die Geschichte der Hurtigrute von 1989 bis 2001

Am 01. Januar 1989 verkauft die Firma RoNoTro A/S, die BDS zu K/S Nord - Poolen A/S.

Am 01. September 1989 ändert Nord - Poolen A/S seinen Namen zu Norcargo. K/S Nord Cargo bekommt den Namen Nor - International.

1989 kauft die OVDS die Reederei SDS (Salten Dampskibsselskap), deren Sitz in Bodø ist. Die SDS behält ihre Eigenständigkeit.

1990 fusioniert die OVDS  mit der AS Nord-Ferger.

Auf einer Parlamentsdebatte am 13. Juni 1990 erleidet die amtierende Regierung eine Niederlage. Das Parlament beschließt eine Bewilligung von 1.875 Milliarden Kronen für den Ausbau der Hurtigrute. Der Betrag wird über einen Zeitraum von 12 Jahren gezahlt und fließt in neue Schiffe und Zuschüssen für den Winterbetrieb.

1990 senden die Reederein Angebote zum Bau neuer Hurtigruteschiffe an über 20 Werften in In- und Ausland.

1991 fusioniert die OVDS mit der Salten DS, dadurch verliert diese Reederei ihre Eigenständigkeit.

Im März 1991 bekommt die Stralsunder Volkswerft der Zuschlag der Reederein zum Bau von 3 neuen Schiffen. Das Angebot der Werft liegt 100 Millionen Kronen niedriger, als die günstigste norwegische Werft (Kværner Kleven in Ulsteinvik) geboten hatte.

Am 16. April 1991 läuft die M/S Narvik (OVDS) auf Grund an der Küste von Nord - Trøndelag, in der Nähe des Lysøsund. Das Schiff bekommt Schlagseite, die sich zunehmend vergrößert. Des weitern leckt es. Die Passagiere werden durch die Fähre "Folla" in Sicherheit gebracht. Außerhalb der Fähre tobt schwere See und Schnee. Die anschließende Reparatur bei Fiskerstrand Verft in Ålesund, kostete fast 20 Mill. Kronen.

Am 16. April 1991 läuft die M/S Ragnvald Jarl (TFDS) bei Smørholmskjær in der Nähe von Leikuleia auf Grund.

Im November 1991 wird der neue Hurtigrutevertrag vom Parlament verabschiedet. Der Vertrag sieht Subventitionen in Höhe von 1,875 Milliarden Kronen vor, wovon 1,3 Milliarden in den Bau neuer Schiffe geht.

Im Juni 1993 beginnt eine neue Zeitrechnung in der Hurtigruten. Das erste moderne Schiff mit Kreuzfahrtcharakter kommt in die Route, die M/S Kong Harald (TFDS).

Im Dezember 1993 nimmt die M/S Richard With (OVDS) den Dienst in der Route auf. Ein halbes Jahr später als geplant, bedingt durch Schwierigkeiten bei der Stralsunder Volkswerft. Das Schiff kostet rund 400 Millionen Kronen und ist baugleich mit der M/S Kong Harald.

Im April 1994 kommt die M/S Nordlys (TFDS) in die Route. Auch das Schiff ist baugleich mit der M/S Richard With und M/S Kong Harald. Nur die künstlerische Innenausstattung unterscheiden sich.

1994 bestellt die OVDS zwei weitere Schiffe, mit einem Auftragsvolumen von 1000 Millionen Kronen.

An 01. Juni 1994 wird der elektronische Seeweg eröffnet.  Die Seekarte "Dönnesöe til Fleina og Sandhornet" war 1837 die erste offizielle Seekarte auf der Seestrecke der heutigen Strecke der Hurtigrute. Die Seevermessung dazu startete 1828 und wurde 1848 abgeschlossen. Diese Karte ist im Panoramasalon der M/S Kong Harald zubesichtigen.

1995 werden die M/S Vesterålen (OVDS) und M/S Narvik (OVDS) für 30 Millionen Kronen modernisiert.

1996 zieht sich die FFR wieder aus den Hurtigrutenaktivitäten zurück. Die OVDS kauft das Schiff M/S Lofoten von der FFR zurück.

Im März 1996 wird die M/S Nordkapp (OVDS) und die M/S Polarlys (TFDS), von der Werft Kværner Kleven Ulsteinvik, an die OVDS und TFDS übergeben. Die M/S Nordkapp löst die M/S Nordnorge, die im gleichen Jahr nach Malediven verkauft wird. Dort erhält sie den Namen M/S Island Explorer.


© by Maria Klekottka

1996 fahren 379.000 Passagiere mit der Hurtigrute.

1997 fahren 409.594 Passagiere mit der Hurtigrute.

Am 19. März 1997 wird die neue M/S Nordnorge an die OVDS übergeben. Die M/S Kong Olav, die dadurch aus der Route geht, wird nach Thailand verkauft.

1998 fahren 440.995 Passagiere mit der Hurtigrute.

1998 hat die OVDS 1244 Angestellte, mit einem Umsatz von 1366 Millionen Kronen. Die TFDS hat 1000 Angestellte, mit einem Umsatz von 1150 Millionen Kronen.

Eine besondere Aufgabe erfüllt derzeit die M/S Vesterålen (OVDS). Das Schiff überwacht die Temperaturen während der alltäglichen Hurtigrutenfahrt entlang der norwegischen Küste. Ausgestattet ist es mit einem Temperatursensor, der in 4 Meter Wassertiefe alle 5 Minuten die Temperatur misst und über ein integriertes GPS-System die genaue Position der Messung angibt, die wiederum in festen Messstationen gespeichert werden. Den Auftrag erhielt es vom Meeresforschungsinstitut in Stavanger und soll der Klimaforschung dienen.

1999 fahren 432.885 Passagiere mit der Hurtigruten.

Am 10. Mai 2000 wird der Vertrag zum Bau der M/S Finnmarken, zwischen der OVDS und der Kleven Verft A/S unterzeichnet.

2000 fahren 421.208 (419.000) Passagiere mit der Hurtigruten.

Am 22. Dezember 2000 wird der Name, des im Bau befindlichen neuen Hurtigrutenschiffes der TFDS der Presse bekannt gegeben. Er lautet M/S Trollfjord. Der Name soll im Ausland einen guten Klang haben und die Aussprache soll lt. Bjørn Kahlhold, Sprecher der TFDS, leicht sein.

Am 02. Januar 2001 bekommt die Presse die erste Meldung zum Bau der neuen M/S Midnatsol (TFDS).

Am 24. Januar 2001 ist das erste Modul der neuen M/S Finnmarken (OVDS) fertig.

Am 22. Februar 2001 läuft die M/S Harald Jarl (TFDS) außerhalb von Rørvik auf Grund. Starke Strömung und hoher Wellengang sind der Grund. Es entsteht kein Schaden. Es wurde jedoch eine Kontrolle mittels Taucher notwendig. Sicher ist Sicher. Zum Zeitpunkt waren 67 Passagiere an Bord, die meisten waren Deutsche, ansonsten Engländer, Amerikaner und Skandinavier. Die Passagiere mussten auf das Rettungsschiff "Kapitän Skaugen" umsteigen und wurden nach Rørvik gebracht.

Am 27. Februar 2001 läuft die M/S Nordnorge (OVDS) bei Nesna auf Grund. Es entstehen Schäden am Kiel, zwei Stellen am Rumpf sind leck geschlagen. Für mehrere Tage ist das Schiff nicht im Liniendienst. An Bord des Schiffes waren 109 Passagiere und 49 Besatzungsmitglieder. In einer ersten Meldung wird von einem Leck im Treibstofftank gesprochen. 5000 Liter sollen ausgelaufen sein. Später wird diese revidiert, mit der neuen Ursache. Ein Leck in der Hydraulikanlage. Die ersten Schäden werden noch in Nesna behoben. Die größeren auf der Fiskerstrand Verft in Ålesund. Ein Ursache für das Grundlaufen wurde bisher nicht gefunden. Es wird vermutet, das ein Seezeichen verpasst wurde bzw. ein fehlerhaftes Seezeichen daran Schuld ist.

Am 08. März 2001 gibt die Reederei eine Erklärung zum Grundlaufen der M/S Nordnorge. Ein Missverständnis zwischen dem Kapitän und dem  1. Steuermann soll die Ursache gewesen sein.

Am 23. März 2001 kollidiert die M/S Kong Harald (TFDS) mit der Ro-Ro Fähre "Stein Fighter". Es entstehen Schäden an den Rudern und der Schraube. Repariert wird es auf Fiskerstrand (Kaarbø ?) Verft in Harstad.

Zum 30. Mai 2001 wird das Hurtigrutenschiff M/S Lofoten (OVDS) vom Direktoratet for Kulturminneforvaltning unter Denkmalschutz gestellt. Viele Gründe sprechen dafür. Die M/S Lofoten ist ein vorzüglicher Repräsentant für die Hurtigrute, die gleichzeitig eine Institution und ein gutes Beispiel für hervorragende norwegische Werftindustrie ist. Das Schiff hat eine traditionelle Inneneinrichtung und ein Ambiente mit viel Holz. Seit 1964 war das Schiff immer im Einsatz der traditionellen Küstenlinie, bis Anfang Februar 2002, wo die M/S Lofoten vorzeitig die Hurtigrute verlassen musste. Die Brandschutzeinrichtungen an Bord wurden von der EU beanstandet. Der Denkmalschutz ist in Norwegen eine freiwillige Sache. Die OVDS beantragte im Dezember 2000 den Staus für das Schiff.

Am 03. Dezember 2001 kommt es auf der M/S Nordkapp (OVDS) zu einem Totalausfall des Stromes. Das Schiff ist gerade zwischen Svolvær und Stamsund, auf der Höhe von Henningsvær. Bei starken Wind  treib es an Land, zu den Klippen vor der Küste der Lofoteninsel Ausvågøy. Wenige Meter vor dem Totalverlust bekommt die Besatzung die Motor wieder zum Laufen. Mit eigener Kraft fährt das Schiff nach Bodø. Das ungewöhnliche am Vorfall, das Schiff hat 3 unabhängige Stromkreisläufe.

Am 08. September 2001 wird der Rohbau der M/S Finnmarken (OVDS) in See gesetzt.

2001 fahren 446.684 (441.000) Passagiere mit der Hurtigrute.

Am 10. Oktober 2001 wird der Rohbau der M/S Trollfjord (TFDS) auf der Werft im schwedischen Landskrona in See gesetzt.

Am 10. Oktober 2001 bricht für die M/S Harald Jarl (TFDS) die letzte Dekade an. Die letzte Tour auf der Hurtigrute. Den Platz in der Flotte nimmt die M/S Nordstjernen (TFDS) ein. Die M/S Harald Jarl liegt im Anschluss bei der Fosen Werft in Rissa am Trondheimfjord und dient als Arbeiterwohnheim. Direkt nebenan wird ein völlig neues Hurtigruteschiff gebaut, die M/S Trollfjord mit ihren futuristischen Design.

Am 18. Dezember 2001 geben die OVDS und die TFDS die Fusion zur NNDS im kommenden Jahr bekannt.