Die alten Schiffe der Hurtigrute bis 1945

D/S Barøy 2


© av boka "Ofotens Dampskibsselskap 75 år 1912 - 1987", Harald Harnang

   

Reederei, Baujahr, Bauort
 
     Reederei ODS. Gebaut 1929 von Trondheim Mekaniske Verksted. Baunummer 195. Vertragspreis 420.000 Kronen.
In See gesetzt, getauft und ausgeliefert am ...
 
Das Schiff ist getauft am ... von der Ehefrau des ODS - Direktors Erling Nannestad. Am 19. August 1929 geliefert.
Zertifikat für ....
  
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Kabinen in 1., 2. und 3. Klasse
  
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Transport von Fracht mittels ....
  
Kran
Länge, Breite und andere Maße
  
152,9 fot x 24,0 fot x 10,9 fot,
Tonnage und Geschwindigkeit
   
424 Bruttoregistertonnen, 234 Nettoregistertonnen, Triple Ekspansjon DS mit 560 ihk, bei 12 Knoten,
Design von
   
Der Ingenieur S. Weidemann ist während der Bauphase auf der TMV als Sachverständiger anwesend.

 

Vorgeschichte
   
Am 17. Februar 1928 erleidet die alte D/S Barøy Schiffbruch. Bei Andenes läuft das Schiff bei starken Sturm auf Grund und sinkt. Um laufende Verträge erfüllen zukönnen reagiert die Reederei sofort und bestellt ein neues Schiff.

 

Logbuch Im Dezember 1928 wird der Vertrag mit der Trondheim Mekaniske Verksted unterschieben. 

Am 23. August 1929 macht das Schiff die Jungfernfahrt von Trondheim nach Narvik. Der Kapitän ist Andreas Liland.

Erster Einsatz auf der Touristenroute zwischen Narvik, Skjomen und dem Frostisen (vergletschertes Bergmassiv auf dem Narvikfjell), mit einer Abfahrt jeden Sonntag. Anschließend Einsatz auf der Lokalverbindung von Narvik nach Trondheim.

1936 wird das Schiff kurz in der Hurtigrute eingesetzt.

Ab den 29. August 1941 kommt die D/S Barøy erneut in die Hurtigrute, als Ersatz für die D/S Nordnorge, die in Trondheim auf Dock liegt und dort von den deutschen Behörden beschlagnahmt wird. Kurz darauf wird die D/S Nordnorge von den Britten versenkt. Gleichzeitig verlässt das Schiff die Stammverbindung.

Am 13. September 1941 ist das Schiff nordgehend zwischen Skutvik und Tranøy, Hamarøy unterwegs. 24 Besatzungsmitglieder und rund 110 Passagiere, davon ein Teil deutscher Soldaten, sind an Bord. 02.20 Uhr verlässt es den Hafen Skutvik und fährt weiter auf dem Vestfjord. Bei Økssund trifft es einen Konvoi, der aus 3 Schiffen besteht. Auf der Brücke steht der Küstenlotse Trygve Skarstad. Es ist eine ruhige Nacht, einzig das monotone Geräusch der Dampfmaschine ist zu hören. Das Schiff ist noch einige Meilen von Tranøy entfernt. Gegen 03.50 Uhr nachts wird es von einem Torpedo eines britischen Flugzeuges (gestartet vom Schiff "Victorious"), zwei Kilometer westlich des Leuchtturmes Tranøy Fyr, im Vorschiff getroffen. Das Schiff läuft binnen Minuten voll Wasser und sinkt. 18 Überlebende werden aus den Frackresten geborgen und von der D/S Skjerstad gerettet. Von der Besatzung sind 16 Menschen (davon 2 Postmitarbeiter) und von den Passagieren sind 109 tot (59 normale Passagiere und 50 Deutsche). Das Schiff liegt heute in 300 Meter tiefer See.
Das Schiff ist mit einer halben Millionen Kronen versichert. Die D/S Mosken soll lt. Disponent Steen die Verbindung zwischen Narvik und Trondheim aufrecht erhalten.
Lt. weiteren Quellen variieren die Verlustzahlen. Eine andere Quelle schreibt von 112 Menschen, 77 Passagiere inklusive Besatzung sowie 35 deutschen Soldaten. 18 Menschen werden vom Hurtigruteschiff D/S Skjerstad gerettet.

   

Bilder

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Eine alte Briefmarke, die an den Untergang des Schiffes während des 2. Weltkrieges erinnern soll.
© by Bjørn Bakken
Dieser Gedenkstein steht in der Nähe des Leuchtturmes Tranøy fyr.
© by Andre Breutel
Dieser Gedenkstein steht in der Nähe des Leuchtturmes Tranøy fyr.
© by Andre Breutel