Die alten Schiffe der Hurtigrute bis 1945

D/S Capella


© av boka "Norges eldste Linjerederei - Det bergenske DS 1851 - 1951", W. Keilhau

 

Reederei, Baujahr, Bauort
 
     Reederei BDS. Gebaut 1885, bei Martens, Olsen & Co in Laksevåg, bei Bergen. Das Schiff gehört zu einer Serie mit kombinierten Passagier- und Frachttransport, die in den 80ziger Jahren dieses Jahrhunderts gefertigt worden und das erste Schiff der BDS, was speziell für Touristenfahrten konzipiert ist (Hamburg Route der Reederei). Kosten 338.146 Kronen.

 

In See gesetzt, getauft und ausgeliefert am ...
 
Geliefert im August (Dezember) 1885.
Zertifikat für ....
  
1916 - 12 Passagiere (kein Passagierzertifikat, ab hier ein Frachtschiff)
Kabinen in 1., 2. und 3. Klasse
  
1. Klasse = Akter, 2. Klasse = Midskips, 3. Klasse = forut

1908 wird die Inneneinrichtung geändert. Die 1. Klasse hat nun 28 bis 63 Bettplätze, die 2. Klasse 30 Bettplätze und die 3. Klasse 40 Bettplätze.

Transport von Fracht mittels ....
  
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Transport von Kfz
  
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Länge, Breite und andere Maße
  
191 ft x 28,8 ft x 20,3 ft
Tonnage und Geschwindigkeit
   
873 Bruttoregistertonnen, 600 tdw, eine Geschwindigkeit von 11,5 Knoten (Compound - Maskin, med 800 ihk).

1902 - Einbau neuer Kessel. Nun beträgt die Reisegeschwindigkeit bis zu 12,4 Knoten.

1924 - Einbau einer neuen Dampfmaschine (Baujahr 1919).

 

Besonderheiten
   
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Kapitäne
   
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Logbuch Auf Probetour erreicht das Schiff 12,4 Knoten.

Einsatz in Hurtigruten vom Mai 1895 bis zum August 1900. Mit der Lieferung der D/S Astræa geht die D/S Capella aus der Route.

Am 05. Oktober 1998 weiht die D/S Capella die verlängerte Hurtigrute, von Bergen nach Trondheim, ein. Damit bekommt Trondheim seine dritte wöchentliche Abfahrt. Am Sonntag mit der VDS und der D/S Erling Jarl. Am Donnerstag und Freitag teilen sich die BDS und NFDS ein, mit den Schiffen D/S Orion und D/S Capella.

Nach dem Hurtigruteeinsatz wird es Reserveschiff der Flotte und wird auf der Küstenlinie zwischen Oslo und der Finnmark eingesetzt.

1902 (1901) bekommt das Schiff einen neuen Kessel. Nun beträgt die Reisegeschwindigkeit bis zu 12,4 Knoten.

1905 wird es voll in die Küstenlinie zwischen Oslo und der Finnmark integriert, da die D/S Lyra in die Hurtigruten kommt.

1908 Umbau und Neueinrichtung des Schiffes. Die 1. Klasse hat nun 28 bis 60 Bettplätze, die 2. Klasse 30 Bettplätze und die 3. Klasse 40 Bettplätze.

Zum Januar 1910 kommt das Schiff wieder in die Hurtigrute, weil die D/S Astræa aufgrund eines Totalschadens nicht mehr fahren kann. In der Flotte verbleibt das Schiff bis zur Lieferung der D/S Polarlys 1912.

Während des zweiten Weltkrieges werden einige alte BDS - Schiffe zu Lastschiffen umgebaut. Im Jahr 1915/1916 ist auch die D/S Capella an der Reihe. Das Schiff verliert viele Kabinen und Salons und bekommt dadurch einen Lastraum für 790 Tonnen Fracht. Passagierkapazität 12 Personen.

1919 erleidet das Schiff eine Havarie bei ...

1924 wird das Schiff erneut umgebaut bei Bergens Mekaniske Verksted in Laksevåg und bekommt eine neue alte Maschine, die aus einen britischen Trawler ausgebaut wurde. Mit 397 ihk und 8,5 Knoten war das aber eher ein Rückschritt, der gerade dazu reichte, den Fahrplan einzuhalten. Das Schiff verliert einen weiteren Salon auf dem Akterdeck.

Anfang April 1940 ist das Schiff auf dem Weg zwischen Kirkenes und Oslo, beladen mit Stückgut. Am Morgen des 10. April 1940 kommt es nach Kristiansund. Weil Oslo bereits in deutscher Hand ist, bekommt der Kapitän den Auftrag, die Fracht bereits in der Stadt zulöschen. Am 26. April liegt das noch immer am Kai, vollständig entladen. Am 28. April 1940 wird es von 1 dt. Flugzeugen im Tingvollfjord versenkt. Das Frack liegt nicht sehr tief. Es wird gehoben und an die Brüder Anders- und Gabriel Andersen in Hillevåg, bei Stavanger verkauft. In der Zeit herrscht eine Knappheit an Frachtkapazitäten. Das Schiff wird anschließend repariert und geht wieder auf Tour. Das Schiff wird umgetauft zu D/S Hillevåg.

Im Frühjahr 1950 ist es auf einer Expedition nach Westgrönland mit 35 Besatzungsmitgliedern. Während der Tour kommt es zu Propellerschäden und muss am 05. Mai 1950 nach Norwegen zurück geschleppt werden.

1950 wird das Schiff zu Thv. Schøllberg - Knudsen in Kristiansand verkauft. Im Winter 1951 weiter verkauft zu Skips A/S, Sogndal (Johan Gerrard) in Kristiansand.

Im Januar 1952 nach in Belgien zum Verschrotten verkauft.

  

Bilder

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