Die alten Schiffe der Hurtigrute bis 1945

D/S Haakon Jarl


© av boka "Det nordenfjeldske DS 1857 - 1957", R. Danielsen og O. Vedeld

 

Reederei, Baujahr, Bauort
 
     Reederei NFDS. Gebaut 1879 bei Lindholmens Mekaniske Verksted in Göteborg, Schweden. Baunummer 272. Kosten 320.000 Kronen.
In See gesetzt, getauft und ausgeliefert am ...
 
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Zertifikat für ....
  
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Kabinen in 1., 2. und 3. Klasse
  
Die Salons und Kabinen haben Telefonapparate und einen Heizofen.
Transport von Fracht mittels ....
  
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Transport von Kfz
  
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Länge, Breite und andere Maße
  
Tonnage und Geschwindigkeit
   
873 Bruttoregistertonnen, 
Besonderheiten
   
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Kapitäne
   
Trygve von Horsten (1905 Angestellt bei der NFDS, von 1915 bis 1933 als Kapitän eingesetzt)
Idar Petersen (1902 Angestellt bei der NFDS, von 1912 bis 1943 als Kapitän eingesetzt)
 
Logbuch 1883 auf einer Touristenroute der NFDS und BDS eingesetzt.

In der Hurtigrute wird das Schiff 1899 als Reserve eingesetzt.

1906 folgt der richtige Eintritt in die Route. In den folgenden Jahren ist es bis 1914 als Ersatzschiff unterwegs.

In der Nacht zum 17. Juni 1924 kommt es auf dem Vestfjorden zu einem tragischen Unglück. Die D/S Haakon Jarl (NFDS) ist nordgehend ab Bodø. Bei Utgrundsflesa, 6 Seemeilen nördlich der Insel Landsgode, kollidierte es mit dem südgehenden Schiff, der D/S Kong Harald (NFDS). Der Bug der D/S Kong Harald bohrt sich Achterschiffs in die D/S Haakon Jarl. Acht Minuten später sinkt die D/S Haakon Jarl. 12 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. An Bord der D/S Kong Harald war unter anderem ein Chor aus Chicago, auf seiner Tour durch den Norden von Europa. Das Unglück hat ein juristisches Nachspiel für die beiden Kapitäne. Ihnen wird Unachtsamkeit vorgeworfen. Im April 1925 kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Das Gericht wiederlegt die Vorwürfe und beide Kapitäne werden frei gesprochen. In ihren Abschlussbericht macht das Gericht eindeutig die Aussage, das dieses Unglück nicht auf das Verhalten einzelner Personen zurück zuführen ist. Auf beiden Schiffen sei alle Mögliche versucht worden, das Unglück zu verhindern. Für die Reederei ist damit das gerichtliche Tauziehen noch nicht vorbei. Die Witwen der Verunglückten klagen die NFDS an. Das oberste norwegische Gericht spricht die Reederei am 18. November 1932 vom Vorwurf frei.

  

Bilder

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