Die alten Schiffe der Hurtigrute bis 1945

D/S Hera

 

 

Reederei, Baujahr, Bauort
 
     Reederei BDS. Gebaut 1889 auf der Werft Earle´s Shipbuilding & Engineering Co. Ltd. in Hull, als D/S Juno. 

 

In See gesetzt, getauft und ausgeliefert am ...
 
Geliefert im Oktober 1889.
Zertifikat für ....
  
600 Passagiere bei liten Kystfart.
Kabinen in 1., 2. und 3. Klasse
  
1889 - 100 Betten

1906 -

1910 - 1. Klasse - 20 Bis 28 Betten, 2. Klasse - 8 Betten, 3. Klasse - 30 Betten,

 

Transport von Fracht mittels ....
  
Kran
Transport von Kfz
  
x
Länge, Breite und andere Maße
  
1889 - 215,1 fot x 30,4 fot x 22,2 fot,
Tonnage und Geschwindigkeit
   
1889 - 1079 Bruttoregistertonnen, 900 (750) tdw, Triple Ekspansjon DS mit 1200 ihk, bei 13 Knoten,

 

Besonderheiten
   
x
Kapitäne
   
x
Logbuch Im April 1899 als D/S Juno von der BDS für 298.777 Kronen gekauft. Die verkaufende Reederei ist die Thos. Wilson, Sons &Co. Ltd in Hull. Das Schiff ist für kombinierte Last- und Passagierfahrten ausgelegt, wobei die Lastkapazität sehr groß ist. Innerhalb der alten Reederei wurde das Schiff zwischen Hull und Norwegen eingesetzt. Bei den vorbereitenden Arbeiten zum Einsatz bei der BDS bekommt das Schiff einen neuen Anbau des Wetterdecks (Bootsdeck ??). Einsatz auf der Linie Hamburg nach Vadsø, über Kristiansand.

1906 bei der Akers Werft in Oslo umgebaut. Es wird unter anderem ein neuer Kessel eingebaut.

1910 wird das Schiff erneut umgebaut, jetzt als Maßnahme zum Einsatz in der Hurtigrute.

1910 kommt das Schiff in die Hurtigrute, ist jedoch bis 1913 nur als Ersatzschiff im Einsatz.

1913 Einbau einer neuen Kühlmaschine. Die Erweiterung der Kabinenkapazität und einer Modernisierung der Inneneinrichtung. Die Brücke wird nach dem Vorbild der D/S Polarlys umgebaut. Nach der Lieferung dauerhafter Einsatz innerhalb der Hurtigrute zwischen Bergen und Vadsø.

Im September 1914 Kollision mit der Yacht Marie in Sandnessjøen, südgehend bei schweren Regen.

Am 26. September 1914 auf Grund bei Oddene, Florø. Die Sichtverhältnisse sind schlecht bei südgehender Fahrt. Die Reparatur erfolgt in Bergen.

1920 Umbau bei der Werft Storemøllens Mekaniske Verksted. Das Schiff bekommt eine neue 1. Klasse Einrichtung und einen neuen Rauchersalon. Nach der Maßnahme wird das Schiff innerhalb der Küstenlinie sehr populär.

Mit der D/S Hera wird die zweite Klasse eingeführt.

In der Nacht vom 17. zum 18. März 1931 ist die D/S Hera (BDS) zwischen Honningsvåg und Hammerfest unterwegs. Ein ungewöhnlich starker Sturm wühlte das Eismeer auf. Die Navigation ist nur mit Kompass und Glocke möglich. Eine weitere Fahrt im Sturm ist nicht zu verantworten. Der Kapitän weicht vom Kurs ab um das Schiff auf Grund laufen zulassen. Weit westlich der normalen Route, an der Nordspitze der kleinen Insel Havøy, direkt am Felsmassiv des Havøygavlen, läuft das Schiff auf Grund. Der Sturm und die Sturzwellen verhinderten die anschließende Rettungsaktion mittels der Rettungsboote. Der zweite Steuermann des Schiffes, Einar Ramn (Ramms), schafft es beim 3. Versuch mit einem Seil an Land zuschwimmen. Mit dem Seil als Leitlinie können sich so 56 Passagiere an Land retten. 9 kommen dabei ums Leben.

  

Bilder

Alle Bilder unterliegen dem Copyright. Das Copyright der Gastbilder verbleibt bei den Autoren.

Stand 29. Mai 2006