Die alten Schiffe der Hurtigrute bis 1945

D/S Lofoten 2

 

Reederei, Baujahr, Bauort
 
     Reederei VDS. Gebaut Anfang 1932 bei FMV in Fredrikstad. Baunummer 269. Schwesterschiff der D/S Prinsesse Ragnhild. Kosten 1.300.000 Millionen Kronen.

 

In See gesetzt, getauft und ausgeliefert am ...
 
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Zertifikat für ....
  
400 Passagiere bei liten Kystfart. Klasse DNV 1. A. 1.
Kabinen in 1., 2. und 3. Klasse
  
2 Klassen Schiff, es hat in der ersten Klasse 70 Plätze Bettplätze,
Transport von Fracht mittels ....
  
Kran in vorderer Ladeluke
Transport von Kfz
  
Kran auf Vorderdeck
Länge, Breite und andere Maße
  
248 ft x 38 ft x 14,4 ft

Maße nach Originalvertrag - Länge 248,7 ft, Länge zw. P.P. ute stevne 234,7 ft, Breite paa spant 37,11 1/8 ft, Höhe rids zum Hauptdeck 15,9 ft, Höhe rids zum Stormdeck 23,1 ft,  Höhe zw. Bangierdeck und Hauptdeck 7,0 ft, Höhe zw. Hauptdeck und Stormdeck 7,4 ft, Höhe zw. Stormdeck und Panoramadeck 7,4 ft, Höhe zw. Panoramadeck und Bootsdeck 7,3 ft, weitere Höhe zu den obersten Deckaufbauten 7,3 ft.

 

Tonnage und Geschwindigkeit
   
1932 - 1571 Bruttoregistertonnen, 760 Tdw, triple Ekspansjon Dampfmaschine mit 2200 ihk bei 17,25 Knoten maximale Fahrt, Kennung LKGQ und LDTQ

 

Inneneinrichtung
   
1. Klasse Speisesalon - midtskips Stormdeck
1. Klasse Rauchersalon - midtskips Promenadedeck
2 Lasträume, beide eingerichtet als Kühlräume für Frischfischtransport - Kapazität 3000 Kasser
Kapitäne Alf Korneliussen (.... angestellt bei der VDS, von 1932 bis Herbst 1944 als Kapitän eingesetzt)

  

Logbuch 1930 wird das Schiff als Eratz für die D/S Vesterålen bei der Werft Fredrikstad Mekaniske Werft bestellt. Das Schiff soll bei Vertragsunterzeichnung die Klasse der D/S Prinsesse Ragnhild (NFDS) haben, die derzeit auf der Werft gebaut wird. Zuvor laufen Anfragen bei vielen bekannten Werften, darunter die Danziger Werft, B & W Kobenhavn mit 1.700.000 Kronen, Götaverken in Göteborg mit 1.525.000 Kronen, TMV mit 1.400.000 Kronen + Kühlanlage für 35.000 Kronen, Akers mek. Verksted, Laaxevaags Maskin & Jernskibsbyggeri mit 1.425.000 Kronen + Kühlanlage für 60.000 Kronen. Das ausführende Ingenieurbüro ist F. G. Gade und Walter Plöen in der Prinsens Gate 2 B in Oslo.

Am 15. Juni 1931 ist laut Vertrag der letzte Liefertag. Auf Grund eines Arbeitskampfes auf der Werft verspätet sich die Auslieferung. Die Kosten belaufen sich auf 1,3 Millionen Kronen.

Am 17. Februar 1932 liegt das Schiff am Kai in Fredrikstad zur ersten Probetour. Der erste Kapitän ist Alf Korneliussen.

Am 19. Februar 1932 wird das Schiff an die Reederei VDS geliefert.

Am 24. Februar 1932 der erste Einsatz in der Hurtigrute. Erlangt kurz das Blå Band på Vestfjorden, mit 3,51 Stunden. Außerhalb von Trondheim trifft es die südgehende Hurtigrute D/S Vesterålen, die am Ende ihrer Tour ausgemustert wird. Bei Ankunft in Svolvær, um 01.30 Uhr, ist der Kai voll. Viele Nordländer wollten Ihr Schiff sehen.

Am 09. April 1940 liegt das Schiff auf der Bergen Mekaniske Verksted. Tage später wird es von den Deutschen übernommen.

Am 25. August 1940 Kollision mit Kai in Rørvik.

Am 13. Dezember 1940 Schaden bei Luftangriff auf der Sognesjøen.

Am 23. Dezember Kollision mit Kai in Båtsfjord.

Am 17. Februar 1941 Kollision mit Kai in Tromsø.

Am 12. September 1941 vom russischen U-Boot K2 (Utkin) bei Vardø beschossen, jedoch kein Treffer. Das Schiff legte am 10. September in Honningsvåg ab, mit Ziel Kirkenes und zurück südgehend.

Am 04. Oktober 1941 Kollision mit der D/S Ulv in Haugesund.

Im Februar 1942 wird das Schiff für kurze Zeit von den Deutschen beschlagnahmt. Auf dem Schiff reisen die Nazigrößen Himmler und Terboven nach Kirkenes und zurück.

Am 01. Oktober 1942 wird das Schiff im Saltenfjord, südlich von Bodø, torpediert. Der Torpedo explodiert aber nicht.

Am 20. Oktober 1944 wird das Schiff von den Deutschen beschlagnahmt und bei der Evakuierung der Finnmark eingesetzt.

Am 30. September 1944 vom britischen U-Boot Satyr (Weston), südwestlich von Bodø, mit Torpedos beschossen. Kein Treffer.

Ab Juli 1945 ist das Schiff wieder im Einsatz der Hurtigrute. Zuvor eine Fahrt mit norwegischen Truppen von Narvik nach Tromsø.

Im August 1945 folgt ein kurzer Werftaufenthalt auf der BMV in Bergen Laaxevaag.

Am 08. Januar 1946 Schaden durch bzw. am Kaikran in Bergen (?)

1946 bekommt das Schiff neue Aufbauten midtskips und ein neues Deckhaus, aufgesetzt auf dem Promenadedeck.

Am 01. Dezember 1947 Kollision mit der D/S Bolga in Hammerfest.

Am 26. Januar 1948 bei Kjelsvik/Nordkinnhalbinsel auf Grund gelaufen. Danach repariert und modernisiert in Trondheim. Erst 1949 kommt das Schiff wieder in die Flotte der Hurtigrute.

Am 20. August 1949 Kollision mit Kai in Vadsø.

Am 18. März 1952 Kollision mit der D/S Vegtind in Harstad.

Am 09. Mai 1952 auf Grund bei Galten Varde.

Am 24. Februar 1953 Kollision mit der M/S Fjellheim in Kirkenes.

Am 04. April 1953 Kollision mit dem Kai In Grønnøy.

Am 16. September 1955 auf Grund in Sortland.

Am 25. September 1956 Kollision mit der M/S Stanley in Florø.

Am 07. Dezember 1956 Schaden am Schiff und der Last auf der Barentsee.

Am 16. Februar 1957 auf Grund in Tromsø.

1958 ist es das älteste Schiff der Flotte. Wird vom 06. Februar bis zum 05. April auf der Akers Werft modernisiert und kommt danach wieder in die Flotte.

Am 21. Mai 1958 auf Grund in Tromsø.

Am 22. Dezember 1958 Schaden an Fischerkutter bei Brønnøysund.

Am 26. Februar 1959 ein Draht oder Seil im Propeller.

Am 06. Juli 1960 Kollision mit Kai in Sortland.

Am 11. August 1960 Kollision mit Kai in Tromsø.

Am 24. September 1960 auf Grund in Rørvik.

Am 16. Oktober 1960 Kollision mit Kai in Hammerfest.

Am 27. Oktober 1960 Kollision mit M/S Løfting bei Brønnøysund.

Im Dezember (Oktober lt. Archiv der VDS) 1963 wird die D/S Lofoten zur D/S Vågan umbenannt und verlässt die Hurtigruten mit der letzten Rundtour ab dem 14. Mai 1964.

Am 03. Januar 1964 Kollision mit dem Frachtschiff Nordkyn. Ebenfalls ein Schiff der Reederei VDS.

1964 zu Hellas nach Zypern verkauft, dort erhält das Schiff den Namen "Kypros" und fährt auf der Route Piräus - Zypern - Haifa bis 1966.

Am 10. November 1966 bricht an Bord ein Brand aus. Das Schiff befindet sich auf der Reise von Brindisi nach Haifa. Es wird auf Grund gesetzt und brennt vollständig aus. Im gleichen Jahr wird es verschrottet.

  

Bilder

 

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© av boka "Nordover med Hurtigruten", Reidar Stavseth © av boka "Nordover med Hurtigruten", Reidar Stavseth © by Geir Svendsen, Digermulen, Lofoten © by Hjalmar Hansen, ein Lotze und Marinemaler, der bei der NFDS angestellt war.

 

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Das Schiff auf einer Postkarte, die im Hurtigrutemuseum in Stokmarknes erhältlich ist.

   

Dokumente zum Schiff

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Der alte Plan zum Schiff. Ein Zeitungsartikel aus dem Jahr 1963.

Stand 29. Mai 2006