Die alten Schiffe der Hurtigrute nach 1945

D/S Lyngen


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Reederei, Baujahr, Bauort
 
     Reederei TFDS und VDS. Gebaut 1931, von Trondheim Mekaniske Verksted für die TFDS. Baunummer 199.
In See gesetzt, getauft und ausgeliefert am ...
 
Geliefert im November 1931.
Zertifikat für ....
  
50 Passagiere.
Kabinen in 1., 2. und 3. Klasse
  
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Transport von Fracht mittels ....
  
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Länge, Breite und andere Maße
  
147,6 fot x 26,1 fot x 10,6 fot (160,2 fot x 26,0 fot x 11,05 fot),
Tonnage und Geschwindigkeit
   
1931 - 488 Bruttoregistertonnen, 272 nrt, 171 tdw, triple Ekspansjon Dampfmaschine mit 560 (612, 618) ihk, 13,1 (12,5) Knoten bei Überlieferung,

1966 - 474 Bruttoregistertonnen, June Munktell Dieselmotor mit 1200 ihk,

 

Besonderheiten
   
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Mannschaft
   
1. Steuermann - Evald Isaksen
2. Steuermann - Arne Nilsen
Lotze - Hilmar Haldorsen
Maschinenchef - Håkon Andreson
2. Maschinist - Fritjof Isaksen

Isaksen (19.. angestellt bei der TFDS, von 19.. bis 19.. als Kapitän eingesetzt)
Ragnvald Olsen (19.. angestellt bei der TFDS, von 19.. bis 19.. als Kapitän eingesetzt)
John Carlsen (19.. angestellt bei der TFDS, von 19.. bis 19.. als Kapitän eingesetzt)

   

Logbuch Das Schiff wurde im Juni 1930 bei der TMV bestellt. Am 01. Juli 1931 sollte es fertig sein. Die Direktion stellte jedoch in Aussicht, das das Schiff früher fertig wird. Im November 1931 wurde das Schiff jedoch erst überliefert. Schuld daran sind u. a. Streiks, in der Zeit wurde der Bau unterbrochen.

Auf der Probefahrt erreicht die D/S Lyngen 13,1 Knoten. Der Kohleverbrauch liegt bei knapp 2 hl pro Meile.

Im April 1934 wird vom Parlament beschlossen, das die Lokalrederei TFDS für die Verbindung nach Svalbard eine Unterstützung von 20000 Kronen im Jahr bekommt. Am 26 (30). Juni 1934 startet die TFDS die Route ab Narvik, mit Anläufen in Harstad, Tromsø, Hammerfest und der Bäreninsel. Das Schiff bringt Versorgungsgüter und Post zur meteorologischen Station der Bäreninsel, nach Longyærbyen, nach Ny Ålesund und zu den Einwohnern. Ab Ny Ålesund fährt das Schiff in den Magdalenafjord. Die Rundfahrten sind auf 14 Tage begrenzt. Im ersten Jahr mit 5 Fahrten.

Von 1934 bis 1937 ist Narvik der Starthafen. 5 Rundtouren werden gefahren. Ab 1938 wird Tromsø Start- und Zielhafen.
1934 - Einnahmen 10707 Kronen, 95 Passagiere
1935 - Einnahmen 19742 Kronen, 181 Passagiere
1936 - Einnahmen 23899 Kronen, 360 Passagiere
1937 - Einnahmen über 31000 Kronen, ... Passagiere
1938 - Einnahmen über 31000 Kronen, ... Passagiere
1939 - Einnahmen über 31000 Kronen, 168 Passagiere

Von 1935 bis 1937 im Winter für 6 Monate vom Verteidigungsministerium ausgeliehen. Der monatliche Leihbetrag beträgt 3450 Kronen.

Im Oktober 1939 wird das Schiff von der Marine ausgeliehen. Im Einsatz als Lagerschiff für die 3. U-Boot-Division im Raum der Ofoten.

1938 spielt das Schiff in Christiane Ritters Erlebnisbericht "Eine Frau erlebt die Polarnacht", eine Nebenrolle. Es bringt und holt die Autorin nach und von Svalbard.

Vom April (Juni) 1940 bis zum Mai 1945 von den Deutschen genutzt.

Im November 1943 für einen Monat im Hurtigruteneinsatz. Eine Leihgabe der Reederei TFDS. Das Schiff ersetzt die D/S Lofoten, die auf Dock liegt.

Vom 06. August bis November 1945 und im November/Dezember 1947 in der Hurtigrute zwischen Tromsø und Kirkenes.

Im Januar 1947 auf Dock zur Reparatur und Modernisierung.

Vom Februar 1948 bis zum Januar 1949 erneut von der VDS ausgeliehen. Das Schiff ersetzt die D/S Lofoten, die in der Werkstatt ist. Danach zurück an die TFDS.

Ab 1951 befährt das Schiff wieder die Route Svalbard - Bäreninsel - Tromsø.
1951 - 3 Rundfahrten, 115 Passagiere
1952 - 6 Rundfahrten, 333 Passagiere
1953 - 6 Rundfahrten, ... Passagiere
1954 - 6 Rundfahrten, ... Passagiere,
9420 Meilen gefahren, 90045 Kronen von 434 Passagieren und 18812 Kronen von Frachtbeförderung erwirtschaftet.
1955 - 6 Rundfahrten, ... Passagiere
1956 - 6 Rundfahrten, ... Passagiere

Im Winter der Jahre befährt das Schiff Lokalverbindungen der Reederei.

Im Dezember 1951 kollidiert das Schiff bei Schneetreiben im Hafen von Arnøyhamn mit der M/K Istind. Der Kutter erleidet Schaden am Heck.

Im April 1952 eine Maschinenhavarie bei Finnsnes. Die D/S Trondenes ersetzt das Schiff bis zur Behebung des Schadens.

Die zweite Tour nach Svalbard im Sommer 1956 muss eingestellt werden. Die Lyngen läuft in der Adventbay auf Grund. Das Schiff kommt nach Trondheim zur Reparatur.

Bei der fünften Tour nach Svalbard im Sommer 1961 erleidet das Ruder und der Propeller, bei schwierigen Eisverhältnissen, Schaden. Die Reparatur erfolgt bei der normalen Liegezeit in Tromsø.

1964 ist das letzte Jahr mit Touren nach Svalbard. Im folgenden Jahr übernehmen die M/S Sørøy und die M/S Salten die Verbindung. In all den Jahren hat das Schiff 134 (153) Fahrten nach Svalbard, mit 8181 Passagieren.

Im Januar 1966 verkauft zur Fischbootreederei Alfred Jensen nach Silfjord auf Senja und umgebaut auf einer Schiffswerft in Bodø. Umbenannt zu M/S Alfred Jensen, mit 474 Bruttoregistertonnen.

1973 übernimmt Ottar Jensen das Schiff. Partrederi in Silfjord, Senja.

1982 übernimmt die Fischbootreederei Alfred Jensen das Schiff wieder. Die Firma, inzwischen geführt von Idar Andreassen, hat seinen Sitz nun in Harstad.

1984 ändert die Reederei den Namen auf Kaldfarnes.

Am 02. Juli 1987 in Harstad verschrottet (versenkt).

   

Bilder

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© boka „Trondhjems Mek. Verksted 1843 – 1943“ av Olaus Schmidt © boka „Trondhjems Mek. Verksted 1843 – 1943“ av Olaus Schmidt Ein altes Bild, das für eine Postkartenedition 1988 genutzt wurde. Gekauft in einem Antiquariat in Tromsø.