Die alten Schiffe der Hurtigrute bis 1945

D/S Mira


© av boka "Norges eldste Linjerederei - Det bergenske DS 1851 - 1951", W. Keilhau

 

Reederei, Baujahr, Bauort
 
     Reederei BDS, dort ist es Schiff Nr. 23 der Reederei. 1891 gebaut bei A & J Inglis in Glasgow, für die Route Newcastle nach Bergen sowie für die Touristenverbindung von Bergen zum Nordkapp. Baunummer 219. Kosten 557.155 Kronen.
In See gesetzt, getauft und ausgeliefert am ...
 
Geliefert im Juni 1891.
Zertifikat für ....
  
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Kabinen in 1., 2. und 3. Klasse
  
1912 - Bettplätze Winter - 1. Klasse 27 bis 39, 2. Klasse 16
1912 - Bettplätze Sommer - 1. Klasse 84 bis 96
Transport von Fracht mittels ....
  
Kran
Länge, Breite und andere Maße
  
1891 - 202,2 ft x 30,1 ft x 21,2 ft
1907 - 221,7 ft x 30,1 ft x 21,2 ft
Tonnage und Geschwindigkeit
   
1891 - 988 Bruttoregistertonnen, 850 tdw, triple Ekspansjon Dampfmaschine mit 1500 ihk (186 nom. hk), bei maximal 12 Knoten

1907 - 1112 Bruttoregistertonnen, 1400 PS und 13 Knoten

Einrichtung
   
Die Maschinen und der Kessel befinden sich midtskips. Salons und Kabinen auf dem Hauptdeck.
Kapitäne
   
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Logbuch 1883 startet die BDS und die NFDS eine Touristenroute von Trondheim zum Nordkapp. Die NFDS setzt die D/S Nordstjernen ein, die BDS die D/S Lofoten. 1894 wird Bergen als Startort gewählt. 1890 setzt die BDS ein weiteres Schiff ein, die D/S Neptun. 1891 kommt die D/S Mira, als viertes Schiff hinzu. Es wurde speziell für diese Touristenfahrten im Sommer gebaut. 1898 startet die Touristenroute wieder ab Trondheim. Alle Schiffe, bis auf die D/S Neptun gehen raus, die D/S Kong Harald (NFDS) kommt rein.

Am 05. Oktober 1898 wird die D/S Mira als drittes (viertes) Schiff der BDS in der Hurtigruten eingesetzt.

1903 fährt die D/S Mira wieder auf einer Touristenverbindung, von Hamburg, über Bergen und Fjordane, nach Trondheim. 1905 wird das Schiff durch die größere D/S Irma abgelöst.

Im Winter gleichen Jahres wird die D/S Mira als Lastschiff, auf der Route von Newcastle nach Hamburg eingesetzt.

1907 wird das Schiff auf der Werft Stavanger Støberi & Dok verlängert und kommt zurück in die Hurtigrute. Es ist nun 221,7 ft lang, 1112 BRT, 910 tdw, 1400 PS und 13 Knoten.

1909 eröffnet die D/S Mira die neue Touristenroute "Vestlandets Fjorde".

Das Schiff verkehrt von 1921 bis 1927 auf der Route nach Hamburg.

Im Sommer 1927 ist das Schiff wieder in der Hurtigrute. Das Streckenetz der Hurtigrute soll erweitert werden. 6x Abgang pro Woche, davon 5 ab Bergen und eine ab Stavanger. Das setzt 13 Schiffe voraus. Die BDS wählte wieder die Mira, die seit 36 Jahren im Dienst ist und seit 1907 keine Modernisierung erlebt hat. Das Schiff wird vor dem Einsatz innen und außen auf Vordermann gebracht, bekommt eine neue Brücke und Einrichtung. Bei Probetour erreicht es 12,35 Knoten.

1931 bekommt das Schiff ein Radiotelefon, als eines der ersten von drei Hurtigruteschiffen.

1932 wird eine neue Kesselanlage installiert.

1937 wird die D/S Mira, nach 10 Jahren, aus der Flotte genommen. Den Platz nimmt ab sofort die neue D/S Nordstjernen ein.

Im gleichen Jahr kommt die D/S Mira wieder in die Route. Die D/S Irma war vor Kabelvåg auf Grund gelaufen. Das Schiff musste daraufhin in die Werkstatt. Bis 1939.

Ab 01. September 1939 wird die D/S Mira auf der Linie von Bergen nach Newcastle eingesetzt. Auf der Fahrt 4 Tage vor der norwegischen Küste, wird das Schiff von dt. Fliegern über der Nordsee, 7 bis 8mal, angegriffen. Mehrere Bomben fallen nur wenige Meter vor dem Schiff ins Meer.

Während des Krieges dient es als Wohnschiff für deutsche Truppen in Bergen.

Vom Februar 1941 bis zum 04. März 1941 wird die D/S Mira wieder in der Hurtigrute eingesetzt. Auf der zweiten Rundtour südgehend, wird es bei Brettesnes vom britischen Jäger HMS Bedouin entdeckt. Ein Warnschuss fällt. Ein deutscher Offizier zwingt den Kapitän, einen Versuch zu wagen, dem Jäger zu entkommen. Der Jäger eröffnet das Feuer. Die Schüsse treffen den Bereich des Schornsteines und das Schiff verliert an Fahrt. Die Besatzung und die Passagiere verlassen das Schiff, während die D/S Mira sinkt. Die Deutschen werden von den Britten gefangen genommen. 3 Passagiere und ein Besatzungsmitglied sterben bei dem Angriff. 12 werden verwundet und 2 vermisst. Der Zerstörer half bei den Rettungsarbeiten. Trotz dessen sterben 4 der Verwundeten.

  

Gastbilder

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Das Schiff nach dem britischen Angriff, am 04. März 1941.
© unbekannt

 

Das Schiff nach dem britischen Angriff, am 04. März 1941.
© unbekannt
Das Schiff nach dem britischen Angriff, am 04. März 1941.
© unbekannt
Das Schiff nach dem britischen Angriff, am 04. März 1941.
© unbekannt
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Das Schiff in Gudvangen.
© unbekannt