Die alten Schiffe der Hurtigrute nach 1945

M/S Barøy 2

 

Reederei, Baujahr, Bauort
 
     Reederei ODS. Gebaut für die ODS 1952 von Trondheim Mekaniske Verksted. Baunummer 224 (244). Kosten 4,3 Millionen Kronen.

 

In See gesetzt, getauft und ausgeliefert am ...
 
Im März 1951 in See gesetzt. Am 21. Februar 1952 überliefert.
Zertifikat für ....
  
1952 - 250 Passagiere bei liten Kystfart,
Kabinen in 1., 2. und 3. Klasse
  
1952 - 50 Bettplätze,

1955 - 100 (92) Bettplätze,

 

Transport von Fracht mittels ....
  
Schiffkran auf Vorderdeck in Ladeluke.
Transport von Kfz
  
4 Kfz - mittels Schiffskran auf Vorderdeck.
Länge, Breite und andere Maße
  
1952 - 156` x 28´ x 11´- 6",

1955 - 186,0 (178,0) fot x 28,0 fot x 11,6 fot,

 

Tonnage und Geschwindigkeit
   
Tonnage 1952 - 700 Bruttoregistertonnen, 344 Nettoregistertonnen,

Tonnage 1955 - 860 Bruttoregistertonnen, 629 Nettoregisteretonnen, 420 tdw,

Hauptmotor - 6-Zylinder Atlas Polar Dieselmotor mit 870 ihk (1190 bhk), bei 14 Knoten,

 

Besonderheiten
   
Das Schiff wird nach Zeichnungen und Spezifikationen von Kaare Haug gebaut.

 

Logbuch Vertragslegung zwischen der Werft TMV in Trondheim und der Reederei ODS erfolgt am 04. Juni 1946. Vertragspreis ca. 2,3 Millionen Kronen.

Gebaut für die ODS und am 21. Februar 1952 von der Trondheim Mekaniske Verksted überliefert. Baunummer 224. Kosten 4,3 Millionen Kronen. Auf der Probetour erreicht das Schiff 14 Knoten.

Im Februar und März 1952 kommt das Schiff in die Hurtigrute. Allerdings nicht im Namen der ODS. Die BDS hat das Schiff von der ODS ausgeliehen, da einige ihrer Schiff auf der Werft zur Modernisierung sind. Im BDS - Einsatz verkehrt das Schiff zwischen Mosjøen und Hammerfest, mit Station in Narvik.

Der nächste Einsatz erfolgt auf der Lokalroute von Narvik nach Mosjøen und von Narvik nach Svolvær.

Am 04. September 1953 kommt das Schiff entgültig für die ODS in die Hurtigrute. Es ist das kleinste und nun 14. Schiffe der Linie. Der Hafen Narvik wird nicht mehr angelaufen und die Hurtigrute verkehrt wieder täglich zwischen Bergen und Kirkenes. Trotz dessen ist das Schiff auf Grund der Größe nicht für den Einsatz in der Hurtigrute geeignet. Auf der anderen Seite bietet sich daraus auch ein Vorteil, es klein uns wendig.

Im Dezember 1955 wird das Schiff auf der Werft Bergens Mekaniske Verksted, um 30 fot verlängert. Die M/S Salten vertritt das Schiff während der Zeit in der Hurtigrute. Der Lastraum wird um 25 % erweitert und die Kabinenplätze steigen von 60 auf 100 (92). Im April 1956 ist der Umbau fertig gestellt.

Am 30. Juni 1956 auf Grund bei Stabben Fyr, südlich von Florø.

Am 16. August 1960 erleidet das Schiff eine Havarie, es läuft auf Grund. Die Reparatur erfolgt auf der Werft Harald Olsens Mekaniske Verksted. An Bord des Schiffes befinden sich zwei Pumpen, die ein hydraulisch elektrisches System (CA.ME.WE) zum Steuern der drehbaren Propeller antreiben. Während der normalen Fahrt entlang der Küste ist keine der Pumpen in Betrieb. Nur in den Häfen, während des Wendevorgänge, sind diese in Betrieb. An diese Tag läuft aber nur eine Pumpe. Der Kapitän setzt zum Wendemanöver im Hafenbecken von Honningsvåg an. Doch nichts passiert. Das Schiff läuft weiter gerade aus. Der Bug des Schiffes bohrt sich an Land und beschädigt eine Schiffswerkstatt im Hafen schwer. Auch das Schiff erleidet großen Schaden. Mehrere Rundtouren ist es nicht in der Hurtigrute. Der Hafen ist zum Zeitpunkt des Unglückes voll mit Freizeit- und Fischerbooten. Es kommt zum Glück zu keinen weiteren Sach- und Personenschäden.

Das Schiff ist bis zum 11. Juni 1964 in der Flotte. Die Besatzung und der Kapitän übernehmen die neue M/S Nordnorge.

Im Sommer 1964 wird das Schiff an den Reeder Eilserten in Oslo verliehen. Dort wird es auf der Strecke von Fredrikstad, über Strømstad nach Skagen eingesetzt. Die sogenannte "Spritrute".

Die ODS ist dennoch darauf bedacht, das Schiff verkaufen zuwollen. Das mögliche Geld ist bereits in der Finanzierung der neuen M/S Nordnorge eingeplant. Teile sollen zur Erhöhung des Eigenkapitals verwendet werden. Der Reeder Eilserten ist am Verkauf nicht interessiert. Er hat erst ein neues Spezialschiff für die Spritrute bestellt. Bis dahin soll die M/S Barøy geliehen werden.

Monate später wird das Schiff an Birger Svendsen & Sønner in Fredrikstad verkauft die es anschließend weiter verkaufen. Der Reeder Eilserten bekommt daraufhin die M/S Tranøy als Leihgabe bis zur Überlieferung seines Spezialschiffes.

Im November 1966 wird das Schiff an die englische Marine, zu den Behörden auf den Gilbert- und Elliessinseln im Pazifik verkauft. Dort wird es als Schulschiff genutzt und zu M/S Teraka umbenannt. Das Schiff wechselt für 92.000 Pfund den Besitzer.

Nach 7 Jahren Betrieb erleidet das Schiff am 19. Juni 1973 nördlich von Betiofyret bei Tarawa, auf den Gilbertinseln im Stillen Meer, ein fatalen Maschinenausfall. Es wird für unbenutzbar erklärt und verschrottet (versenkt).

   

Gastbilder

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Das Schiff nach der Verlängerung, im Jahr 1955.
© by OVDS, bildet av boka "Ofotens Dampskibsselskap 75 år 1912 - 1987"
Das Schiff nach der Lieferung 1952.
© by OVDS, bildet av boka "Ofotens Dampskibsselskap 75 år 1912 - 1987"

Stand 29. Juli 2007