Die aktuelle Flotte der Hurtigrute

M/S Finnmarken

  

Reederei, Baujahr, Bauort
 
     Reederei OVDS. Gebaut 2002, bei Kværner Kleven Skeppsvarv, Ulsteinvik. Baunummer 292. Kosten rund 100 Millionen Euro.
 
In See gesetzt, getauft und ausgeliefert am ...
 
Stapellauf am 15. September 2001. Geliefert am 04. April 2002. Getauft am 14. April 2002 von Torild Skogsholm in Ulsteinvik.
Zertifikat für ....
  
1000 Passagiere bei normaler Küstenfahrt.
Kabinen
  
285 Kabinen für Passagiere, mit 643 Betten

56 Kabinen für Besatzung, mit 85 Betten

 

Transport von Fracht mittels ....
  
Seitlicher Laderampe.
Transport von Kfz
  
Das Schiff hat Platz für 50 Kfz.
Länge, Breite und andere Maße
  
138,5 Meter x 21,5 Meter, Tiefgang 4,95 m, größte Höhe 29,60 m,
Tonnage, Geschwindigkeit und techn. Daten
   
Tonnage - 15530 Bruttoregistertonnen, 945 Dødvekt (KWL), 1250 Dødvekt (SWL),

Hauptmotor - 2 x Wärtsila Dieselmotor W9L32 mit 4140 kw (5625 hk) bei 750 U/min, 18 Knoten

Reduktionsschaltung Hauptmotor - 2 x John Crane TCH 150V 85 -550, auf Reduktionsschaltung sitzen 2 x A van Kaick Acksl - Wellen - Generatoren, Typ Concycle, die pro Generator 2300 KVA produzieren

Hilfsmotor - 2 x Wärtsila Dieselmotor W6L32 mit 2760 kw bei 750 U/min, daran hängen 2 x A an Kaick AVV DSG Generatoren, die pro Generator 2500 KWA produzieren

Propeller - 2 x John Crane Lips CP180

Tank - 680 Kubik Brennöl, 450 Kubik Frischwasser, 1050 Kubik Ballastwasser,

Zulassungsklassen DNV - Car Ferry A, ICE 1C, EO, NAUT-C, RM (-28°C, +30°C, Sea), Clean Design, F-C,

Stabilisatoren - 2 Stück der Firma Blohm & Voss, montiert midtskips

Lasträume - können zu einem Hospital umgebaut werden

 

Kapitäne Per Petersen (19.. angestellt bei der OVDS, von 19.. bis 19.. als Kapitän eingesetzt)
Sten Magne Engen (19.. angestellt bei der OVDS, von 2002 bis 20.. als Kapitän eingesetzt)

 

Einschätzung
   

Das erste was auffällt, ist die allgemeine Gestaltung des Schiffes. Runde Schwünge sind überall zu beobachten. Der Innenarchitektur stammt von Arne Johansen.

Deck 4 - Baulich gleicht es den Vorgängern seit 1993 zu 90 Prozent. Es gibt die Bar "Fløybaren", den Leseraum "Finstuen", den Konferenzraum "Lyderhorn", ....... 
Es ist das erste Schiff wo es möglich ist, von der Cafeteria zum Treppenhaus zusehen, vorausgesetzt man sitzt in der richtigen Position. Ein bunte Mosaikglaswand trennt die beiden Bereiche. Die Cafeteria wurde offener gestaltet, für meine Begriffe zu offen. Man kann sich nicht mehr so verstecken. Der Weg zum Speisesaal wird von vielen alten Fotos garniert, die Stimmung und Ambiente bringen, am Ende auch Bilder und die Baupläne von der ersten D/S Finnmarken. Vergleicht man diese Bilder mit dem neuen Schiff, so fällt das Holz auf, was auf beiden verwendet wurde.

Außendeck 5 - Das Vorderschiff gehörte seit Jahren einzig und allein der Besatzung. Die Maschinen und Gerätschaften zum Vertauen des Schiffes im Hafen waren hier. Auf der M/S Finnmarken gehört nun dieser Teil auch den Passagieren. Die Technik ist nun überdacht und nicht mehr so wetteranfällig für die Besatzung beim Anlegen.

Treppenhaus - Die Auf- und Abgänge waren von je her der Kunst verschrieben. Nicht andres ist es auf der M/S Finnmarken. Viele Bilder stammen von Dagfinn Bakke aus Svolvær, der mit seinen Werken das Leben der alten und neuen Hurtigrutenwelt eingefangen hat. Es sind viele weitere schöne, kuriose und nachdenkliche Bilder an Bord. Ein Rundgang lohnt.

Deck 7 - Wer sich blind auf den Schiffen von 1993 bis 1997 orientieren kann, bekommt auf der Finnmarken Schwierigkeiten. Der Weg zur Bar bleibt, nur das Abzweigen zum Panoramasalon endet im Gang der Kabinen. Das Schiff hat ein Deck mehr. Die Bar zieht sich nicht mehr bis zum Heck des Schiffes. Sie ist kleiner geworden. Eine Trennwand bildet den Übergang zur zweiten Cafeteria "Babettes Kafe", einer Neuerung in der Gliederung der Schiffe.
Neu ist auch der Fitnessraum und der Friseur an Bord. Ein Treppe führt zur Badesektion, die auch im Winter nutzbar ist.

Deck 8 - Hier befindet sich der Panoramasalon. Das ganze innere Deck ist ohne Trenntüren gestaltet und ermöglicht theoretisch ein Blick um 360° nach außen. Der Blick zum Heck wird nur durch den Schornstein verdeckt. Die Gliederung des Panoramasalons wurde weiterentwickelt. An der Fahrstuhlrückwand befindet sich eine lange Schrankwand mit Büchern und Spielen. An der Steuerbordseite befinden sich zweit Internetplätze. Es gibt auch verglaste Flächen an der Decke des Panoramasalons und einen direkten Übergang vom Salon zum Außendeck, was das schnelle Reagieren beim Fotografieren erleichtert. Beim Vorgängertyp musste man durch die Bar bzw. runter auf Deck 5 gehen.

 

Stempel
   
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Diverses Auf dem Schiff wurden 700 Kilometer Kabel verbaut.

 

Logbuch Am Freitag, den 19. Mai 2000, wird der Vertrag zwischen der Kleven Werft und der OVDS, zum Bau des neuen Hurtigruteschiffes unterzeichnet. Das Schiff setzt sich aus Modulen verschiedener Standorte zusammen. Aus Polen, Litauen und den norwegischen Werften in Hjørungavåg und Ulsteinvik. Die Kabinen wurden in Finnland gefertigt. Verbaut wurden rund 3600 Tonnen Stahl und Aluminium.

Am 24. Januar 2001 ist das erste Modul fertig, am 08. September wird planmäßig der Rohbau in See gesetzt.

Nach der Lieferung an die OVDS unternimmt das Flaggschiff der Reederei eine Rundtour über Bergen, den Orkneyinseln, Dublin, Southhampton, Kobenhavn, Oslo, Hamburg und Stavanger.

Am 20. April 2002 die erste Rundtour. Das Schiff löst die M/S Lofoten ab, die jedoch bereits Anfang Februar aus der Flotte genommen wurde. Die EU hat die Brandschutzeinrichtungen auf dem Schiff beanstandet.

Ein schwerer Sturm an der Westküste von Norwegen - hat das Hurtigruteschiff M/S Finnmarken in leichte Schwierigkeiten gebracht. Am 13. November ist das Schiff südgehend. Ålesund war der letzte Anlaufort. Tørvik, Måløy, Florø und das Ende der Rundtour in Bergen sollen folgen. Im schweren Fahrwasser des Stadhavet wird ein vorderer Notausgang auf Deck 5 zerbrochen. Wasser dringt in das Schiff ein. Der Kapitän entscheidet sich für die Änderung des Kurses, er dreht zurück nach Ålesund. Die Orte in südlicher Richtung sind bei der Wetterlage unerreichbar. Ein Anlegen unmöglich. In der Stadt wird die defekte Tür repariert.
Laut Aussage des Kapitäns ist nur wenig Wasser eingelaufen. Die Situation war jederzeit unter Kontrolle. Die M/S Finnmarken blieb in Ålesund. Die Passagiere wurden laut Aussage der Reederei OVDS mit Bussen nach Bergen gebracht. Die neue Rundfahrt beginnt für das Schiff in Ålesund, nicht in Bergen.

Dazu habe ich folgende Mail aus Berlin erhalten (leicht gekürzt):

"Wir hatten bereits auf der nordgehenden Tour ab Honningsvåg Sturm der Windstärke 9 mit einem Seegang bis zu 8 m Höhe. Den Hafen Berlevåg liefen wir daher nicht an. In der Barentssee war es wieder erträglich. Auf der Rücktour war es beim Verlassen der Barentssee noch drastischer, weil der Seegang stärker auf das Schiff zukam und die Bewegungen extremer wurden. Wir liefen zwei Häfen nicht an. Die Seegang im Westsund von den Lofoten (Stamsund) nach Bodo bei Windstärke 6 war dann eine Erholung. Nachdem ich gestern von dem Vorkommnis durch Ihre Webseite erfuhr, rief uns zufällig ein Ehepaar, mit dem wir ab Bergen bis Trondheim im ständigen Gespräch war. Dadurch erfuhren wir durch unmittelbar beteiligte von dem Vorfall. Das Ehepaar war in der vordersten Minisuite der Backbordseite (also näher dem Bug als die Kommandobrücke) des Deck 5 untergebracht. Die Schiffsbewegungen waren dort so stark, dass sich das Paar überwiegend auf Deck 4 im hinteren Teil des Schiffes in Sesseln aufhielt. Bei der M/S Finnmarken kann man auf Deck auch im Bugbereich unterhalb der Kommandobrücke herumlaufen. In der Mitte ist eine Tür, die ich als stabil und sicher ansah. Dies wurde durch den Sturm widerlegt, denn diese Tür wurde durch die Naturgewalten stark verbeult und aus den Angeln gehoben, so dass das spritzende Wasser ungehindert in das Innere des Schiffes eindringen konnte und über einen Treppenabgang nach unten laufen konnte. Die Tür (gleich rechts neben der Tür war das genannte Ehepaar, von denen wir den fernmündlichen Bericht haben, untergebracht) konnte nur mit Seilen provisorisch gesichert werden und der Kapitän entschied daher, nach Ålesund zurück zu kehren. Dazu drehte er noch weiter in das offene Meer und manövrierte in den Gegenkurs, was mit extremen Schiffsbewegungen verbunden war. Beim Frühstück war zu erfahren, dass in den Kabinen des Restaurantpersonals (Deck 2) das Wasser bereits 20 cm hoch stand. Die Liegezeit in Ålesund war also zwingend zur Behebung der Schäden erforderlich."

M/S Finnmarken auf Abwegen - Im Anschluß an einem Werkstattaufenthalt wird das Schiff auf Sonderfahrt nach Haugesund (29.01.2005, von 11.00 - 13.30 Uhr) und Stavanger gehen (Ankunft am gleichen Tag 16.00 Uhr). Das Schiff weilt bis zum 30. Januar, 13.00 Uhr in der Stadt. Beide Aufenthalte stehen in Verbindung mit den laufenden Reisemessen in beiden Städten.

 

Eigene Bilder

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Das Schild zum Bau des Schiffes, zufinden auf Deck 3.

 

Das Öffnen der Laderampe. Die offene Laderampe.
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Der Hauptgang auf Deck. Viele alte Bilder an der rechten Innenwand bringen ein besonderes Flair. Am Ende befinden sich Bilder und Baupläne von der ersten D/S Finmarken.

 

Ein Teil der Cafeteria auf Deck 4, sehr offen gestaltet, im Vergleich zu den andren Schiffen. Der vordere Salon auf Deck 4. Der hintere Teil des Speisesalons.
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Ein Teil des vorderen Salon auf Deck 4 (Backbordseite). Ein Teil des vorderen Salon auf Deck 4 (Steuerbordseite). Die Aufgänge stehen dem Ambiente der Salons in nichts nach. Die Bibliothek auf Deck 4 ist klein und gemütlich, was fehlt sind die Bücher, die sind im Panoramasalon auf Deck 8 zufinden.

 

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Viele Generationen zuvor war der erste Eindruck, nach dem Verlassen der Rezeption, eine bildhafte künstlerische Arbeit, die keinen Einblick zur Cafeteria bot. Dieses Glasmosaik bietet an den Seiten diese Ansichten.

 

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Das Vorderdeck 5 bietet sehr viel Platz, den meisten der ganzen Hurtigruteflotte.

 

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Der mittlere Salon auf Deck 7 (Steuerbordseite).

 

Der mittlere Salon auf Deck 7 (Steuerbordseite). Die Cafeteria auf Deck 7 (Steuerbordseite). Der mittlere Salon auf Deck 7 (Steuerbordseite).
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Ein Teil des Steuerpultes auf der Brücke. Der seitliche Teil der Brücke (Backbordseite). Die Badesektion auf Deck 7 ist auch im Winter nutzbar.

 

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Der innere Teil des Panoramasalons auf Deck 8. Der steuerbordseitige Teil des Panoramasalons auf Deck 8. Das Außendeck 8. Bei den neuen Schiffen gibt es zum ersten Mal einen direkten Ausgang vom Panoramasalon zum Äußeren des Schiffes.

 

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Die M/S Kong Harald verlässt und die M/S Finnmarken kommt in das äußere Hafenbecken von Berlevåg.

 

Das Schiff am Kai von Berlevåg. Das Schiff verlässt nordgehend den Hafen von Berlevåg am 01. August 2003. Das Schiff im Hafenbecken von Honningsvåg am 01. August 2003.
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Das Schiff erreicht südgehend den Hafen von Ørnes.

 

Das Schiff erreicht südgehend den Hafen von Ørnes. Das Schiff am Kai von Sandnessjøen. Das Schiff aus dem Blickfeld von der Raftsundbrücke.
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Das Schiff erreicht den Hafen von Svolvær, Anfang April 2004. Das Schiff erreicht den Hafen von Svolvær, Anfang April 2004. Das legt am Kai in Svolvær an.

           

Gastbilder

Die folgenden Bilder wurden mir von Thilo Bubek und Maria Klekottka zur Verfügung gestellt. Das Copyright verbleibt bei den Bildautoren.

 

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Im Speisesaal des Schiffes
© by Thilo Bubek
Das Schiff verlässt den Hafen von Tromsø im Juni 2002.
© by Maria Klekottka
Das Schiff verlässt den Hafen von Tromsø im Juni 2002.
© by Maria Klekottka

  

Das Schiff verlässt den Hafen von Tromsø im Juni 2002.
© by Maria Klekottka

 

Dokumente zum Schiff

Meine Anfrage zu Bildmaterial zum Bau der M/S Finnmarken, bei der Kleven Werft in Ulsteinvik brachte mir folgendes Prospekt. Es zeigt die eindrucksvoll die Entstehung eines Schiffes vom Zeichenbrett bis zur Verwirklichung.

 

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Vorderes Deckblatt außen

 

Vorderes Deckblatt innen Seite 1 Seite 2
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Seite 3

 

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Seite 7 Seite 8 Hinteres Deckblatt innen Hinteres Deckblatt außen