Die alten Schiffe der Hurtigrute nach 1945

M/S Sanct Svithun 2


© by Olav und Terje Moen, Stavanger

  

Reederei, Baujahr, Bauort
 
     Reederei DSDS. Gebaut von der Werft Cantieri Riuntini dell´Adriatico Ancona in Italien. Das vierte Hurtigrutenschiff der italienischen Werft. Das Schiff ist identisch mit den Schiffen M/S Erling Jarl, M/S Midnatsol und M/S Vesterålen. Kosten rund 10 Millionen Kronen.
 
In See gesetzt, getauft und ausgeliefert am ...
 
Am 18. Mai 1950 an DSDS ausgeliefert. Am 06. Mai 1950 ist der Stapellauf geplant. Der sollte auch stattfinden, nur nach 35 Stunden zusammenhängender Arbeit auf der Werft gehen die Arbeiter in Streik. Am 16. Mai 1950 werden die Arbeiten weiter geführt. 2 Tage später findet der Stapellauf statt, mit anschließender Probetour.

Am 25. Mai 1950 Übernahme des DSDS.

 

Zertifikat für ....
  
1950 - 450 (575) Passagiere bei liten Kystfart und 850 bei Innskjærfart im Sommer.

 

Kabinen in 1., 2. und 3. Klasse
  
77 Betten in der ersten Klasse und 108 Betten in der zweiten Klasse, alle mit kalten und warmen Wasser.
Transport von Fracht mittels ....
  
Schiffskran auf das Vorderdeck in Ladeluke.
Transport von Kfz
  
4 - mit Schiffskran auf das Vorderdeck.
Länge, Breite und andere Maße
  
268 fot lang
Tonnage und Geschwindigkeit
   
2095 (2100) Bruttoregistertonnen, 15 Knoten normale Fahrt, 17 Knoten maximale Fahrt, 8-Zylinder Fiatmaschine mit 2500 PS.
Besonderheiten
   
Kapitän Alshager
Logbuch Am 25. Mai 1950 an DSD ausgeliefert.

Am 07. Juni 1950 in Stavanger eingetroffen.

Am 08. Juni erste Fahrt in der Hurtigrute.

Im Januar 1952 läuft das Schiff in der Risøyrenna auf Grund.

Im Februar 1961 bei der Werft Rosenberg Mekaniske Verksted in Stavanger umgebaut, nach den Erfahrungen mit dem Brand auf der M/S Erling Jarl im Hafen von Bodø 1958.

Am 21. Oktober 1962 soll die M/S Sanct Svithun die normale Route nach Rørvik nehmen. Der Leuchtturm Buholmråsa Fyr, der südliche Eingang zur offenen Seestrecke der Folda. Weiter entlang der Ostseite der Leuchttürme Gjeslingan Fyr und Grinna Fyr, anschließend in den Nærøysund und nach Rørvik. Das Schiff kommt aber nie in Rørvik an.
Wie sich später herausstellt nimmt das Schiff beim Leuchtturm Buholmråsa Fyr Kurs nach Nordwest, in Richtung Gjeslingene. Der Kurs wird zu spät geändert und das Schiff läuft die Schären/Riffe bei Nordøyan an, zu weit westlich der normalen Position. Die M/S Sanct Svithun läuft auf Grund. Der Rumpf des Laderaumes wird aufgerissen und die Maschinenraumtür beschädigt (eingeschlagen). Das Schiff gleitet über die Klippe, ankert anschießend und sendete Alarm- und Notsignale mittels Radio und Notraketen. Das Schiff beginnt zusinken. Es läuft innerhalb einer viertel Stunde voll und verschwindet von der Meeresoberfläche. Eine halbe Stunde nachdem das Schiff in Rørvik sein sollte kommen die Notsignale in Rørvik an. Die M/S Sanct Svithun hat eine Position, die kein Retter vermutet. Die Rettungsmannschaften suchen zuerst an der Stelle, wo das Schiff eigentlich vermutet wird, im Bereich des normalen Kurses der Hurtigrute. Erst spät in der Nacht werden die Überlebenden mit den Rettungsbooten gefunden. 48 Menschen überlebten das Unglück, 42 nicht.

  

Gastbilder

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Ein Bild des Marinemalers Hjalmar Hansen, ein Angestellter und Lotze der NFDS.

           

Postkarten zum Schiff

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