23/24. Dezember 1993
Oslo - Bergen - Hurtigruten

 

Wetter - In Oslo Schneesturm bei minus 2°C. In Bergen Schneefall bei 0°C.

 

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Der Coastelpass in Frontansicht. Mit diesen Pass war es damals möglich, innerhalb von drei Wochen überall mit der Hurtigrute herum zufahren.

 

Der Coastelpass auf der anderen Seite. Auf diese Zeit sollte man immer achten. Ist diese überschritten, ist das Schiff auf und davon.
25. Dezember 1993
Bergen - Florø - Máløy - Tørvik - Ålesund - Molde - Kristiansund 

 

Wetter - Klarer Himmel, keine Wolken bei minus 1 bis 5°C.

 

26. Dezember 1993

Trondheim - Rørvik 

 

Wetter - Klarer Himmel, keine Wolken bei minus 11°C.

 

27. Dezember 1993
Brønnøysund - Sandnessjøen - Nesna - Ørnes - Bodo - Stamsund - Svolvær

 

Wetter - Bis Ørnes klarer Himmel, nach aufkommende Bewölkung bei minus 3°C.

 

28. Dezember 1993
Stokmarknes - Sortland - Risøyhamn - Harstad - Finnsnes - Tromsø - Skjervøy 

 

Wetter - Leichte Bewölkung bei minus 4 - 6°C.

 

29. Dezember 1993
Øksfjord - Hammerfest - Havøysund - Honningsvåg - Kjøllefjord - Mehamn - Berlevåg

 

Wetter - Leichte Bewölkung bei minus 5°C.

 

30. Dezember 1993
Båtsfjord - Vardø - Vadsø - Kirkenes - Vardø - Båtsfjord - Berlevåg

 

Wetter - Leichte Bewölkung bei minus 6°C.

 

31. Dezember 1993
Mehamn - Kjøllefjord - Honningsvåg - Havøysund - Hammerfest - Øksfjord - Skjervøy - Tromsø (Jahreswechsel)

 

Wetter - Leider nicht aufgezeichnet.

 

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Ich, in leichter Verkleidung während der Wartezeit bis zum Jahreswechsel im Hafen von Tromsø.

 

01. Januar 1994
Finnsnes - Harstad - Risøyhamn - Sortland - Stokmarknes - Svolvaer - Stamsund

 

Wetter - Leider nicht aufgezeichnet.

 

02. Januar 1994
Bodø - Ørnes - Nesna - Sandnessjøen - Brønnøysund - Rørvik

 

Wetter - Leider nicht aufgezeichnet.

 

03. Januar 1994
Trondheim - Kristiansund - Molde - Ålesund

 

Wetter - Leichte Bewölkung bei minus 6°C.

 

04. Januar 1994
Tørvik - Máløy - Florø - Bergen

 

Wetter - Leichte Bewölkung bei minus 6°C.

     

Das Leben an Bord

Die Inneneinrichtung

 

Das Leben an Bord gestaltete sich der Jahreszeit entsprechend, ruhig und besinnlich. Es waren nur wenige Touristen unterwegs. Die Mehrzahl davon waren Deutsche. In der Lounge und im Panoramasalon verbrachte man den Abend, den Tag an Deck.  

Während der Weihnachtszeit stand auf jeden Tisch der Lounge eine Schale mit Apfelsinen, Äpfeln, Nüssen und Gebäck. Zur Kaffeezeit und am Abend wurde dazu Tee und Kaffe bereitet.

Die Lounge.

Der Panoramasalon.

Die Bilder des Malers K. Espolin Johnson in der Lounge.

Die Bilder des Malers K. Espolin Johnson in der Lounge.

 

Lieblingsplätze auf dem Außendeck

Auf den großen Schiffen ist es heutzutage selbstverständlich, das es ein Aussichtsdeck mit Blick in die Fahrtrichtung gibt. Dies war auf den alten Schiffen nicht alltäglich. Im Zeitraum dieser Fahrt gab es gerade drei Schiffe der mittleren Generation und ein Schiff der neuen Generation.

Die alten Schiffe haben links und rechts neben der Kommandobrücke ein Zwischendeck. Dies stand einzig und allein für die Beobachtungen des diensthabenden Offiziers bei Anlegemanövern zur Verfügung. Dort war der Aufenthalt für die Passagiere nicht erlaubt.

Wir konnten von der ersten Minute an auf dieses Deck. Der Blick nach vorn bot ganz andere Aussichten, als der Blick nach Steuer- bzw. Backbord und nach hinten. War ich auf Deck, so war ich genau hier zufinden.

Als besonderes Highlight war für mich die Einfahrt in den Hafen von Trondheim. Diese war sechs Uhr morgens und ich stand draußen auf dem Zwischendeck. Draußen war es ziemlich kalt als mich der Brückenoffizier einlud, auf die Kommandobrücke zu kommen. Riesige Armaturen bauten sich vor mir auf. Der Blick von der Kommandobrücke zum beleuchteten Hafen Trondheims war genial.

Das Wetter wollte nur das Beste für einen Seefahrtsneuling wie mich. Bis kurz vor Bodø gab es fast keine Wolke am Himmel. Im  Hafen von Trondheim bildete sich über dem Wasser ein Kondensdampfschicht. Erst im hohen Norden wurde das Wetter stürmischer. Wolken und Schnee wechselten sich ab.

 

Langeweile oder Genuss bei einer Tour während der Mørketid, der Polarnacht?

Vor der Fahrt hatte ich Bedenken, es könnte die Langeweile erbarmungslos zuschlagen. Immerhin ist man 12 Tage auf dem selben Schiff/Ort. Ich kannte mich! Sesshafte Urlaube war ich nicht gewöhnt. 

Nach wenigen Stunden auf hoher See waren diese Bedenken von Bord gespült. Die Ruhelosigkeit, die für mein normales Leben und für meine Bedenken so typisch waren,  verflogen und ein innerer Rhythmus der Ruhe und Gelassenheit stellte sich ein. Es bildete sich ein flexibler Ablauf des Tages, bestehend aus Anlegemanövern, Landgängen, dem Betrachten der Küstenlandschaft bei Tag und Nacht und dem Gefühl etwas zu verpassen.